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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
/////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet
  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer, Zweirad-Verrückt, Gourmet /////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet

Tokyo Metro Plan

Archiv

30. Juli 2010 5 30 /07 /Juli /2010 06:57

 

Konnichi wa,

 

nach nur 3 ½ Stunden war es geschafft. Wir verliessen das JTB Reisebüro in Yurakucho glücklich und mit einem Stapel Papier. Unseren Reiseunterlagen für die Izu Islands. Die freundliche junge Dame am Englisch Counter war sehr kompetent und druckte uns sogar die Detail Pläne für die jeweiligen Inseln aus, dass wir uns auch ja zurecht finden.

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Die Transfers zu zwei der drei Hotels waren auch arrangiert und nach Leistung eines Deposits konnten wir am Sonntag mittags unsere Tickets für die Fähre auch bei JTB abholen. Was für ein toller Service! Samstag morgens reingeschaut, einen Termin für Nachmittags bei der des Englischen mächtigen Dame bekommen und Sonntags um 12:00 alles erledigt. Sonntags ist geöffnet! Nicht wie in der Service Wüste Deutschland.

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Eigentlich könnten wir zu Fuss nach Takeshiba zur Ablegestelle laufen – aber das Gepäck und der frühe Morgen liessen uns doch ein Taxi rufen und es ging um 6:45 Uhr los. Wir lösten noch unsere Voucher in ein Ticket um und das Boot erwartete uns schon. Eigentlich ist es ja fast ein Flugzeug diese Boing 929 mit Gasturbine und 15000PS. Bitte anschnallen und los. Die schiere Urgewalt treibt den Zwitter voran und lässt ihn kurz nach der Rainbow Bridge abheben und auf seinen Tragflächen über das Wasser schweben. Geil! 75km/h sind die Reisegeschwindigkeit und nach nur 2,5 Std. hatten wir unser Ziel die 190km entfernte Insel Kozushima erreicht.

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Der örtliche Koban (Polizist) begrüsste uns freundlich und war uns sogleich behilflich den Chauffeur zu finden, der uns mit einem riesigen Bus zum Hotel bringen sollte. Nur uns Zwei. Das Inselchen ist ja mit 2000 Einwohnern nicht gerade gross und so waren wir nur Minuten später auf der Anderen Seite angekommen. Ein herrlicher Blick über die Bucht mit weissem Sandstrand liess sogleich Urlaubsstimmung aufkommen.

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 Das Hotel Kozukan ist eine Mischung aus Ryokan und westlichem Hotel. Das winzige Zimmerchen unterm Dach, mit 2 getrennten Betten und einer Toilette ausgestattet war brutsheiss und sogar wir mussten die Klimaanlage bemühen um erträgliche Schlaf Temperaturen zu erzeugen. Zum Duschen und Baden musste man ins Erdgeschoss wie bei einem Ryokan üblich. Bei 35°C war uns allerdings nicht so nach dem plantschen im Onsen zu mute. Dafür wurde die Dusche umso mehr in Anspruch genommen. Natürlich im Sitzen auf einem Plastik Höckerchen sitzend in der Gemeinschaftsdusche getrennt nach Geschlechtern. Züchtig sind sie ja die Japaner :-). Seife, Duschgel, Conditioner, Zahnbürste, Rasierzeug – alles vorhanden und muss nicht eingepackt werden. Echt komfortabel. Das Frühstück gab es um Punkt 7:30 Uhr im Gemeinschaftssaal am Boden hockend.

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Fisch, Fisch und nochmals Fisch in allen erdenklichen Varianten. Roh, geräuchert, gedämpft, gebraten, am Stück oder in der Suppe. Lecker! Um 18:00 Uhr wurde das Abendessen serviert und unsere Amerikaner wollten beim Check in einfach nicht begreifen, dass es nur zu festgelegten Zeiten die Mahlzeiten gab. Wir waren da schon geeicht.

In ein Paar Gehminuten den Strand entlang erreichten wir das Zentrum und gönnten uns im einzigen Laden ein Eis. Zum Mittagessen gibt es 3 Fischrestaurants zur Auswahl und wir waren recht angetan von der angebotenen Qualität. Den Strand konnten wir leider gar nicht nutzen, da kein Baum oder Schirm Schatten spendete und die Sonne erbarmungslos glühte. Ein Paar hartgesottene spannten dennoch ihren Schirm auf. Aber mehr wie 2 sollten es nicht werden.

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Wir fuhren mit dem örtlichen Bus lieber zum nahegelegenen Freiluft Onsen und holten uns trotz Schatten einen satten Sonnenbrand.

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Die Küste entlang gibt es einen herrlichen Weg unterhalb der Klippen entlang. Vorbei an einsamen Buchten, netten Camping Plätzen, BBQ Arealen und für Taucher ein Paradies. Immer wieder fuhren Vans mit Schnorchlern an uns vorbei. Am Ende des Weges steigt man entweder in den Bus, der jede Stunde einmal fährt ein oder läuft auf der kaum befahrenen Strasse weiter.

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Mit dem Akazaki Walking Trail endet dieser Teil der Insel auch in einer Sackgasse und nach dem Tunnel ins Nichts gibt es nur noch eine erfrischende Quelle und einen kleinen Shrine zum verweilen.

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Vom der atemberaubenden Holzkonstruktion aus gelangt man entweder zum Wasser hinunter zum Tauchen oder man kann den waghalsigen Klippen Springern zusehen. Wie in Acapulco.

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Leider reichte uns die Zeit nicht mehr den berühmten Blick vom Miura-wan Outlook zu geniessen oder den Tenjo san zu besteigen. Aber nach 2 Tagen schnorcheln, wandern, baden und relaxen verliessen wir mit der Fähre und einem guten Eindruck das Inselchen und waren gespannt was uns auf Niijima erwarten sollte.

 

Sayonara

 

Jack-san

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17. Juli 2010 6 17 /07 /Juli /2010 14:29

Konnichi wa,

 

an diesem herrlichen, heissen Sommertag mit weiss-blauem Himmel, der an die bayerische Heimat erinnerte, zog es uns in die beliebte Shopping Meile Omotesandos. Diese gefällt uns viel besser als die Ginza und ab Mittags strömen die Massen auf beiden Strassenseiten den leichten Berg hinab und hinauf als wenn es nirgedwo anders noch was zu sehen oder kaufen gäbe.

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Alle laufen so ziemlich die gleiche Geschwindigkeit. Überholen oder gar drängeln würde eh nichts bringen. Schneller geht es einfach nicht und so schoben wir uns durch und manchmals scherten wir in eine der netten Gässchen aus um die besondere Architektur der Gegend zu bestaunen.

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Hier ist alles an noblen internationalen Marken vertreten und natürlich auch die renommierten japanischen Designer lassen sich nicht lumpen. Von Louis Vuitton bis Issey Miyake und von Prada bis Missoni alles dabei.

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Und all diese kleckern bei den Bauwerken in denen sie residieren nicht. Modern, teils innovativ und irgendwie habe ich auch den Eindruck dass auch die Architekten sich ein Denkmal setzen wollen. Koste es was es wolle.

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Ich bin begeistert, dass es Investoren gibt, die bereit sind all diese Spielereien zu finanzieren.

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Schade finde ich, dass das Design im Vordergrund steht und die Umwelt auf der Strecke bleibt.

In keinem der Häuser konnte ich angemessene Isolierung erkennen und fast aussschliesslich waren keine isolierverglasten Fenster verbaut.

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Trotzdem siegt die Begeisterung für den Mut die kühnen Ideen in die Tat umzusetzen. Mir gefällt wirklich was ich sehe.

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Zumindest meistens und mit Grauen wende ich mich von den simplen, grauen und für mich nur gesparten, blanken Sichtbetongebäuden ab.

 

Sayonara

 

Jack-san

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13. Juli 2010 2 13 /07 /Juli /2010 10:27

Konnichi wa,

 

mit meinen Kumpels von den Tokyo Riders ging es ab in die Minami Alpen und wir fuhren teils Off Road über den O-Darumi Pass. Was für ein Spass -anstrengend - aber am Ende hatte jeder ein breites Grinsen im Gesicht.

Ohne Teru unserem ortskundigen Führer wäre ich sicherlich noch immer in den Bergen.....

 

unterer Teil: 

 

oberer Teil:

 

 

Nach 500 km auf der Folterbank meiner Suzuki DRZ war ich froh wieder zu Hause angekommen zu sein und pflegte die hiesige Tradition des heissen Bades und entspannte mich in unserem kleinen, privaten Mini-Onsen. In der Badewanne :-)

 

Sayonara

 

Jack san 

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9. Juli 2010 5 09 /07 /Juli /2010 13:13

 

Konnichi wa,

 

es ist immer noch Regenzeit und annähernd täglich regnet es. Mal mehr – mal weniger. Heute hatten wir mehrere kurze, heftige Schauer, die dann in eine Art Sprühregen übergingen. Dies ließ die Luftfeuchtigkeit nochmals ansteigen. Eigentlich sagt einem das Gefühl, daß das gar nicht mehr geht.....und doch – es geht. Bei Temperaturen zwischen 25 und 30°C würde ich sagen es ist etwas schül.

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Dies ist die fünfte Jahreszeit in Japan und von den Meisten verhaßt. Der Himmel trübt sich ein und es vergehen mehrere Monate bis Fuji-san wieder von Tokio aus zu sehen sein wird.

Die Menschen ziehen sich in Ihre voll klimatisierten Wohnungen zurrück und das Freizeitverhalten verändert sich. Gejoggt wird Nachts oder noch vor 6 Uhr Morgens. Die Motorradler treffen sich um 5 Uhr zur Ausfahrt und sind zum Frühstück bereits wieder Daheim (welch ein Grauen.....). Ja und die breite Masse der Shopper flüchtet sich in die zahlreichen Shopping Malls, die gut gekühlt den Kopf auf idealer Temperatur halten.

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Na klar den Rest auch. Dort hält man sich besonders gerne auf, da so die Klimaanlage zu Hause aus bleibt und die Stromrechnung in nicht noch astronomischere Höhen treibt.

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Hier wird das Nachmittagsschläfchen gehalten und ganz locker mit den Kindern gespielt.

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Gespeist wird in den Food Courts und nicht im Biergarten im Freien. Da ist es zu heiß. Zeit ins Kino oder auch die Galerie zu gehen und einmal das Aquarium zu besuchen.

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Ja – wir Europäer tun uns wirklich schwer es zu verstehen. Flucht vor der Sonne und ab in den Kühlschrank.

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Vom Bus bis zum Schlafzimmer – alles ist frostig.

 

Sayonara

 

Jack san

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29. Juni 2010 2 29 /06 /Juni /2010 03:52

 

Konnichi wa,

 

zur Ankurbelung der Wirtschaft hatte unser letzter Ministerpräsident – wie hiess der gleich noch? – beschlossen jedem Bürger 12000 Yen auszuzahlen.  Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch kein eigenes Konto und wir benutzten Susannes als Familienkonto und jeder hatte seine eigene Bankkarte. Diese kopierte ich dann auch für den Antrag auf das erfreuliche staatliche Geschenk und hoffte, dass ich alles richtig gemacht hatte beim Antrag ausfüllen. Mehrmals musste ich die Hotline bemühen und auch noch die freundliche Dame unserer Hausbank belästigen. Aber geschafft. Das Gleiche für Susanne und die hatte auch nach kurzer Zeit ihr Geld auf dem Konto......und ich????

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Die Wochen vergingen und ich machte mich also auf den Weg zum Amt, Ward Office genannt. 70er Jahre DDR Stil würde ich sagen, Plattenbau, aber gleich half mir ein freundlicher junger Mann und nach einigem hin und her erklärte er mir freudestrahlend, dass das Geld bereits auf dem Weg ist. Fragend sah ich ihn an und er erklärte mir, dass ich ja vor kurzem ein neues Konto eröffnet habe und darauf hätten sie das Geld überwiesen. Hmmmmm.....

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Tatsächlich eröffnete ich eine Woche vorher ein eigenes Konto, da auch die Schule den Lohn nicht auf Susannes Konto überweisen wollte. Die Kontodaten kannte bisher nur ich und meine Bank.....ach ja und natürlich Väterchen Staat. Ist ja auch ganz klar!? Aber diesmal zu meinem Gunsten. Wer wollte sich denn da beschweren?

Die 12000 Yen Geschenk habe ich noch am gleichen Tag in neue gefräste Handhebel und einen edlen Kettenschutz für die Suzuki investiert :-)))) Danke Herr Hatoyama – so hiess er, der ehemalige, grosszügige Cheffe, den sie schon wieder abgesägt haben.

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Letztens kam Susanne nach Hause und berichtete höchst erfreut, dass sie in den heiligen Hallen der Mitsui Bank war und sogar den super Safe betreten durfte. Alle Schliessfächer angesehen, und das nach dem grossen Beben von einem Architekten aus San Francisco erbaute, in europäischem Stil gehaltene Gebäude besichtigt. Klasse.

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Der Safe ist wie in den amerikanischen Gangsterfilmen gebaut und seine mächtigen Angeln sind so fein gearbeitet, dass Susanne die tonnenschwere Türe alleine schliessen konnte. Beeindruckend. Und noch viel beeindruckender finde ich wie lässig die Banker hier mit ihren Geheimnissen umgehen.

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Hier darf man eben mal alle Sicherheitseinrichtungen fotografieren und dort gibt man einfach die Bankdaten an den Staat weiter – auch wenn es zu meinem Vorteil war – eine Frechheit.

 

Sayonara

 

Jack-san

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23. Juni 2010 3 23 /06 /Juni /2010 04:06

Konnichi wa,

 

alle 2 Jahre holen die grossen und altehrwürdigen Kaufhäuser in Ginza und Nihombashi ihre Haus Shrine aus der Vitrine und die Mitarbeiter nehmen damit an einer Prozession durch das Stadtviertel teil. Überall am Strassenrand werden im traditionellen Stil Hütten errichtet, um den kunstvoll verzierten Shrine und die Aufpasser zu beherbergen. Dabei wird ähnlich gefeiert und gesoffen wie bei uns bei den Maibaum Festen. Bier und Sake in rauhen Mengen. Die männlichen Akteure tragen heisse Höschen und der dazugehörige Umhang bedeckt auch nicht viel und so haben die Ladies auch ihren Spass.

 

Die Shrine sind an zwei langen Stangen befestigt und Männer wie Frauen tragen diese Last unter rhythmischem Stampfen, schwitzend und keuchend bis zur totalen Erschöpfung. Irgendwie erinnert mich der Gesang und das Ritual an den Tanz um den Totempfahl der Naturvölker. Im Rausch der Sinne tanzt man sich den Göttern näher. Die Prozession wird von mehreren Priestern angeführt und teils begleiten auf Wägen montierte Trommeln den Zug. Alles sehr farbenfroh und sehenswert. Das Interesse der Einheimischen ist jedoch nicht sonderlich gross und die Paar Ausländer die zusehen, lassen sich an einer Hand abzählen. Tja, hier wie dort ein Verfall der Traditionen und die Jungend schläft an diesem Sonntag morgen sicherlich noch nach einer Nacht in den Roppongi Hills.

 

Sayonara

 

Jack-san

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17. Juni 2010 4 17 /06 /Juni /2010 00:42

Konnichi wa,

 

wohlwissend, dass die Regenzeit mit riesigen Schritten naht, wollten wir das Wochenende nochmals so richtig geniessen und so zog es uns nach Yokohama. Diese ca.1 Std. von uns entfernte Stadt, schön am Pazifik gelegen ist ganz anders als Tokio und hat auch jede Menge zu bieten.

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Klar gibt es hier genauso die riesigen Shopping Center und doch hat alles ein wenig mehr Charme. Die Bucht mit seiner Promenade lädt zum Flanieren ein und das restaurierte Brickhouse genannte ehemalige Warenhaus und jetzige Einkaufsmeile hat sich zum kulturellen Centrum gemausert.

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Jedes Wochenende finden dort Veranstaltungen statt wie z.B. das Afrika Fest, Livebands, Theater oder auch Werbeveranstaltungen wie letztens von Nissan. Nicht zu vergessen China Town und das angrenzende Motomachi mit seiner schnuckeligen Einkaufsstrasse und der christliche Ausländer Friedhof.

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Uns zog es bei den sommerlichen Temperaturen aber in den Sankeien Garten, der ab Yokohama Station East Exit mit dem 8er Bus (Einstieg bei #2) bequem zu erreichen ist. Wir stiegen Honmoku Sankeien Mae aus und nach ein Paar Metern und 500 Yen Eintritt pro Person empfing uns ein herrlicher See mit Boot und alten japanischen Häusern im Hintergrund.

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Wir fühlten uns direkt in Urlaubsstimmung versetzt und wollten gerne in einem der schmucken Häuschen eine Woche verbringen. Jetzt in der Hitze der Stadt die Schiebewände des Hauses alle öffnen, für Durchzug sorgen und auf der Veranda mit Blick auf's Wasser relaxen. Naja – träumen darf man ja.

Die Architekten damals hatten sich sehr bemüht das Haus kühl zu halten und dabei ganz vergessen, dass es im Winter um die Null Grad hat. Und das natürlich ohne Heizung. Da versteht man umso mehr warum die Japaner so gerne im heissen Nass des Onsen sitzen.

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Viele unterschiedliche Architektur aus verschiedenen Epochen wird hier gezeigt und vom reetgedeckten Herrenhaus bis zum Jagdhaus in den Bergen ist alles dabei. Von Kyoto bis Tokio wurden die Kostbarkeiten abgetragen und wieder aufgebaut um sie der Nachwelt zu erhalten.

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So erhielten wir in kurzer Zeit einen Überblick über die früheren Lebensgewohnheiten und in einem Haus zeigte man uns sogar wie ehemals Tee zubereitet wurde. In einer Küche noch ohne Kamin eine ganz schön rauchige Angelegenheit – wie ich finde.

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Am südlichsten Punkt des Gartens führt ein Weg zu einem hässlichen Betonklotz als Aussichtsplattform und man kann den zweifelhaften Blick auf die Autobahn und die Indusrie des Hafens erhaschen.

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Nix wie weg hier und zur 3 stöckigen Pagode, die ohne Nägel gefertigt ein Wunderwerk der japanischen Holzverarbeitung ist.

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Richtung Ausgang am See gab es noch den obligatorischen Fotospot, der von allen gerne angenommen wird und wenn man sich anstellt, darf man das Bild der Bilder auch noch schiessen.

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Wie die chinesische Weisheit voraus sagte folgt auf Sonnenschein Regen und nun ist sie da: Die Regenzeit.

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Einerseits Schade – andererseits frieren müssen wir nicht :-)

 

Sayonara

 

Jack-san

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9. Juni 2010 3 09 /06 /Juni /2010 04:11

Konnichi wa,

 

unser Nachbarschaftsverein hatte zum Ausflug geladen und wir wollten die Chance mit lauter Japanern zum Wandern zu gehen nicht ungenutzt lassen. Und so machten wir uns am Sonntag früh morgens auf den Weg zum Mount Takao, dem Hausberg der Megastadt, am äußersten Rand der Ebene Tokios gelegen. Zuerst mit der U-Bahn nach Shinjuku und dann mit der Keio Line noch ca. 40 Minuten hinein in die immer grüner werdende Landschaft. Welch Abwechslung und Erholung für die an Grau gewöhnten Äuglein.

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In Takaosanguchi stiegen wir aus und mit uns praktisch alle Mitreisenden. In Reih und Glied ging es durch den Ort in Richtung der Seilbahn, die gottlob auf Schienen den Berg erklimmt. Überraschenderweise verliefen sich die Massen schnell und wir kamen mit der ersten Bahn mit.

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Oben angelangt folgten wir dem geteerten Weg in Richtung der Tempelanlagen und über zahllose Treppen erklommen wir die in malerische Landschaft eingebetteten heiligen Stätten.

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Vor dem Tempel reinigten wir unsere Pfoten am kunstvoll gestalteten Brunnen und der Weihrauch der Räucherstäbchen, die in einem riesigen, überdachten Kessel im Sand steckten sollten uns mit ihrem Rauch vor Krankheit schützen.

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Selbstverständlich beteten wir zusammen für Gesundheit und 100 Yen sollten auch noch den Gott der Bergwanderer besänftigen und uns einen Sicheren Abstieg ermöglichen. Wir erkämpften uns einen der raren Brotzeitplätze und packten alle die Bento Boxen zur Stärkung aus. Auberginenreis, gebratenes Hühnchen und Gemüsesticks sollten die gleich noch benötigten Kalorien zur Verfügung stellen. Unsere Nachbarn hatten Onigiri (Reissnack) und mancher auch ein Sandwich dabei.

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Witzig war es zu beobachten wie perfekt ausgerüstet die Japaner zum Wandern gehen. So mancher sah aus als wolle er den Mount Everst besteigen und ein Salaryman war sogar mit Anzug, Krawatte und Aktenkoffer unterwegs. Eine Gruppe von Bergläufern war ebenso unterwegs und wir fragten uns wieso die sich sowas antun und nicht an einem etwas weniger frequentierten Berg laufen.

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Der Abstieg auf der roten Route begann mit nicht enden wollenden Treppen und total erschöpfte Schwitzende kamen uns entgegen. Gut, dass wir rauf gefahren sind!

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Der gut ausgebaute Weg führte uns über verschlungene Wurzeln und wenn es zu steil wurde gab es wieder Treppen. Bald brannten die Schenkel und unser ältester Teilnehmer mit über 70 brauchte dann eine Pause, da die Beine nicht mehr so wollten wie er. Dank Handy konnten wir den Rest der Gruppe verständigen und alle kamen wohlbehalten unten an. Bis auf wenige Ausnahmen stresste mich meine Höhenangst auch nicht und zur Belohnung gab es dann kalte Soba Nudeln mit einer glibberigen weissen Masse obendrauf, die angeblich geriebene Yam Kartoffel gewesen sein soll.

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Gesund ist das gewiss – aber mein Rat – lasst die Finger davon, so wie ich es in Zukunft auch tun werde. Toll fand ich, dass obwohl der Berg mehr als intensiv genutzt wird überall aufgeforstet wird und die Tokioties Bäume spenden. Und wer genug spendet bekommt auch als Dank ein Brettchen an den Wegesrand gestellt und wenn man die Länge der Bretterwand ansieht haben das auch schon sehr viele getan.

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Unsere Gruppe machte sich zufrieden auf den Heimweg und sicherlich sassen alle am Abend noch in der entspannenden heissen Badewanne um die geschundenen Glieder wieder zu entspannen.

 

Sayonara

 

Jack-san

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2. Juni 2010 3 02 /06 /Juni /2010 02:11

 

Konnichi wa,

 

eigentlich mag ich ja solch militärisch angehauchte Veranstaltungen nicht besonders und trotzdem folgten wir der Einladung an der diesjährigen Übung der Japanischen Küstenwache teilzunehmen.

Wir machten uns bereits morgens auf den Weg nach Sakuragicho im Hafenbereich von Yokohama und trafen uns mit einer Kollegin von Susanne, deren Freund bei der Coast Guard arbeitet und all dies möglich machte. Als einzige Ausländer durften wir mit auf eines der Zuschauerboote.

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Die Jugend exerzierte zur Trillerpfeife und schwenkte im Gleichklang der Umtata Militärmusik die Fähnchen und verabschiedete uns in den Pazifik.

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Durch die Yokohama Baybridge hindurch, an den riesigen Autotransport Schiffen vorbei, hinaus auf das grosse Wasser in Richtung Tokyo Bay, in der breits Kreuzer lagen und uns erwarteten.

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 Jede Menge Boote der Küstenwache tummelten sich in der bewegten See und auch Polizeiboote und ein Übungsteilnehmer der Chinesischen Kollegen war mit einem beachtlichen Schiff dabei. In Formation stellten sich alle Boote vor und auf einem Handout waren alle Manöver beschrieben.

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Plötzlich donnerten mit ohrenbetäubendem Lärm Hubschrauber über uns hinweg und mit Aufklärungs und Suchflugzeuge im Tiefflug zeigten die Piloten ihr Können - bei diesem stark böigem Wind nicht ungefährlich.

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Die Feuer Löschschiffe spien aus vollen Rohren farbiges Wasser in den Ozean und die Helikopter tanzten im Wind dazu. Wirklich beeindruckend. Es wurden Piratenschiffe von Spezialeinheiten vom Heli aus geentert und ruckzuck die Mannschaft überwältigt und fast nebenbei noch ein in Brand geratenes Schiff gelöscht. Die über Bord gegangenen sammelte der Rettungshubschrauber gekonnt auf und brachte sie zum nächsten Schiff mit Landeplatz. Und wir hautnah dabei.

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Der Power dieser Schiffe wurde uns einigemale demonstriert und alle die Zusahen wollten sich niemals in der Situation befinden sich mit diesen Männern anzulegen.

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Nach mehreren Stunden auf See waren wir ganz schön durchgefroren und froh wie mit einer Fun Parade sich alle Teilnehmer friedlich verabschiedeten und wir unsere Heimreise antreten konnten.

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 Der Hafen von Yokohama erwartete uns noch mit einer Spiderman Show und die Helden der Coast Guard zeigten ihren Wagemut mit Sprüngen vom hohen Deck ins dunkle Grau des Ozeans

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 und natürlich wurde jeder Einzelne gerettet und auch von uns bejubelt.

 

Sayonara

 

Jack-san

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24. Mai 2010 1 24 /05 /Mai /2010 11:07

Konnichi wa,

 

letztens spazierte ich nach Ueno und nur unweit des Eingangs zum gleichnamigen Park 'stolperte' ich über diese mit Sicherheit bahnbrechende Erfindung.

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 Vermutlich hatte sich der Herr Ingenieur vom vielen Konstruieren einen krummen Buckel gearbeitet und viele, viele Stunden am Zeichenbrett gestanden, um solch eine Lösung zu erarbeiten.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Stets gleicher Abstand zwischen Handgelenk und Treppenstufe und damit bei Weitem weniger Probleme mit den geschundenen Gelenken oder gar der Arthrose.

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Nicht zu vergessen erfolgt die Krafteinleitung in das Handgelenk beim Aufwärts ebenso wie beim Abwärts gehen exakt gerade und das schmerzhafte Abwinkeln der empfindlichen Gelenke entfällt völlig. Der Kraftaufwand ist um ein Vielfaches geringer in der Aufwärtsbewegung und in der Abwärtsbewegung stützt man sich besser ab.

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Geeignet für Jung und Alt und für alle die noch eine Treppe zur U-Bahn meistern können – müssen tun sie nämlich nicht, da es überall einen Fahrstuhl gibt.

 

Sayonara

 

Jack-san

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