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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
/////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet
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Tokyo Metro Plan

Archiv

1. März 2010 1 01 /03 /März /2010 07:15

Konnichi wa,

 

heute ist der Erste des Monats und das hiesige Krisenvorsorge Zentrum in Zusammenarbeit mit der Telefongesellschaft NTT hat die Notfall SMS 171 wieder freigeschaltet.
Wie jeden Ersten . Das letzte mal als wir das versucht hatten waren wir kläglich an unseren Sprachkenntissen gescheitert. Wie man in der aktuellen Berichterstattung vom Beben in Chile erkennt funktionieren im Falle eines Falles die Telefonleitungen nicht mehr. Entweder weil sie defekt sind oder nur noch für die koordinierenden Einsatzkräfte freigeschaltet sind.
171

Im Hightech Land Japan wird in so einem Fall diese SMS bereitgestellt um Nachrichten für die Familie und Freunde hinterlassen zu können. Schliesslich will man ja so schnell wie möglich wissen ob es allen gut geht. Vielleicht sich auch verabreden an einem bestimmten Punkt. Dazu wählt man die 171 und spricht auf eine Art virtuellen Anrufbeantworter seine Nachricht auf. Diese kann dann von den Personen die die Handynummer und die 171 eintippen abgerufen werden. Das Problem werden nur die in Japanisch gesprochenen Anweisungen sein.

Unsere Botschaft in Tokio hat dies nun erkannt und freundlicherweise eine Übersetzung bereit gestellt und eine deutsche Bedienungsanleitung erstellt! Danke an dieser Stelle!

 

http://www.tokyo.diplo.de/Vertretung/tokyo/de/05__RK/03__Erdbebenvorsorge/1ERDBEBENVORSORGE__UNTERBEREICH.html

 


Tsunami1
Unser gestriger sonntäglicher Spaziergang am Wasser entlang wurde leider vom erwarteten Tsunami beeinträchtigt. Wir wohnen ja auf einer Insel im Sumida River und die Tokyo Bay, die in den Pazifik mündet, ist nicht weit. Normalerweise laufen wir den schönen Weg direkt am Wasser entlang – nur diesmal gut gewarnt von den Medien und der Japan Meteorological Agency liefen wir hinter dem betonierten Schutzwall. Die Hafeneinfahrt wurde mit den riesigen stählernen Toren ebenfalls gesperrt und mit gelbem Rundumlicht und roten blinkenden LED Anzeigen wurde vor dem nahenden Unheil gewarnt.

Tsunami
Es ist schon unglaublich welch Kraft von so einem Seebeben ausgeht. 23 Stunden später verursachte es hier noch Wellen von über einem Meter an der japanischen Pazifik Küste. In Bayern zu Hause hätten wir nur im TV von der Katastrophe erfahren – hier kann man damit nicht so sorglos umgehen.
Tsunami3
Und man muss sich vorbereiten auf alles was da kommen mag. Und hoffentlich nie wird.

 

Sayonara

 

Jack-san

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26. Februar 2010 5 26 /02 /Februar /2010 13:07
 

Konnichi wa,

 

zuerst war ich zutiefst enttäuscht nicht eingeladen zu sein. Dann kam auf, dass die Regeln wie im alten Bayern ein Mahlgeld verlangen. 2 x 500 Dollar wären mir dann doch zuviel gewesen und so ging Susanne alleine hin. Gerne hätte ich diese Erfahrung gemacht – aber man sollte die Kirche im Dorf lassen. Gerade bei der ersten Hochzeit hier im Lande.

K800 Geschenk
In Japan zählt der Rang noch viel mehr als bei uns und auch die Befolgung der Regeln ist oberstes Gebot. Also wird so ein Sitzplan nicht nach den Wünschen der Brautleute sondern nach Rang und Namen erstellt. Nachmittags um 17:30 ging es los und und um 21:00 war der wirklich schöne Zauber bereits vorbei. Alles was wir so kennen war geboten von der Kapelle bis zum weissen Kleid mit Schleier und alle in edelste Kleider gehüllt. Wenn auch der traditionelle Kimono nur von wenigen getragen wurde.
K800 Hochzeit 037
Feinstes Futter und keine Kosten gescheut bei den Getränken. Eine Hochzeitstorte in der Dimension, dass man sie auf einem Wagen schieben muss gab es natürlich auch. Das Hochzeitspaar wurde wie bei uns von Freunden mit Einlagen geehrt und eine Videoshow vorgeführt. Klingt alles vertraut.

K800 Hochzeit 085
Doch, dass der Brautvater mit gutem Wein von Tisch zu Tisch geht und sich damit bei jedem persönlich bedankt – sowas kennen wir nicht. Und auch, dass sich die Gäste mit einer Flasche Bier anstellen um dem Brautpaar zu gratulieren ist uns fremd. Jeder schenkt ein und hoffentlich vertägt das der gute Bräutigam dann auch noch. Die Geschenke wurden an einen Vertrauten übergeben und die Karten mit dem Mahlgeld bekamen die Brautleute gar nicht zu Gesicht. Also schrieben wir 2 Karten. Die Friseuse war den ganzen Abend mit anwesend und hat die Frisur 1 x komplett geändert und permanent in Schuss gehalten.
K800 Hochzeit 099
Sogar einen Hochzeitslader hatten sie engegiert – nach guter bayerischer Sitte. Der Hochzeitsmanager kümmerte sich um den genauen Ablauf und nahm den Brautleuten jegliche organisatorische Aufgabe ab. Wirklich lustig zu sehen wie sich altbayerische und japanische Hochzeitskultur ähneln. Oder besser gesagt der Mix, der sich aus den verschiedenen Kulturen und Bräuchen zusammengebraut hat. Völlig selbstverständlich wird in weiss geheitratet und vor dem Altar mit Kreuz niedergekniet, obwohl dazu jeglicher Bezug fehlt. Und auch der Hochzeitsmarsch ist hier wie in der Heimat nicht wegzu denken. Artig bedankt man sich gegen anberaumten Ende bei allen Geladenen mit einem Abschiedsgeschenk.
K800 Hochzeit 116
In diesem Falle leckere Süssigkeiten und einen Katalog aus dem man sich sein liebstes Geschenk bestellen kann. Lieferung inclusive und bezahlt hat man am Anfang ja bereits. Na dann in guten wie in schlechten Zeiten – hier wie dort.

 

Sayonara

 

Jack-san

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17. Februar 2010 3 17 /02 /Februar /2010 04:31
Konnichi wa,

zum chinesischen Neujahr und gleichzeitig Valentinstag feiern sind wir ins Peninsula in das chinesische Restaurant Hei Fung gegangen und waren letztendlich ziemlich enttäuscht.
ValentineDay 003
Ein Mehrgängiges Menü in einem Sterne Lokal sollte doch bei weitem mehr bieten und das angebotene Special war echt einfach nur nix. Stark angefangen mit der Dim Sum Vorspeise und dann stark nachgelassen. Der Hauptgang war, mal geraten, Schweineohren in Kokosmilch gekocht und der Service war in etwa wie sich das anhört. Zu diesem Preis fast eine Schweinerei.....
Wir sind anschliessend noch auf einen Kaffee gegangen und haben folgendes serviert bekommen: Einfach nur klasse! Kunst in der Kaffeetasse:
LionHead
Zu Hause angekommen gab es dann eine kleine Abwechslung mit folgendem Video:



Am Abend habe ich  selbst gekocht und mich und meine Gattin mit gebratenem Schweinefilet, Risotto und feinem Salat verwöhnt. Und schon war der liebe Jack wieder versöhnt und wir hatten all in all einen tollen japanischen Valentinstag mit vielen kleinen Schweinereien.

Sayonara

Jack-san
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12. Februar 2010 5 12 /02 /Februar /2010 09:09

Konnichi wa,

 

die Temperaturunterschiede zur Zeit beuteln uns ganz schön.
K800 Feb10 072
Eigentlich waren wir bereits auf Frühling eingestellt und genossen die herrlichen Tage bei teils 18°C im Park. Überall hängen Plakate, die die beginnende Pflaumen Blüte ankündigen und sogar direkt vor unserem Haus blüht es bereits.

K800 Feb10 041
Und dann das: Schnee und ein erneuter Wintereinbruch. Die Wärme war von einem heftigen Sturm weggeblasen worden und schlagartig hatten wir 2 – 8°C und ich eine tropfende Nase. Nix war's mit den Frühlingsgefühlen.

K1024 Feb10 083
Der kalte Wind pfeift ums Haus und leider auch durch unsere einfach verglasten Fenster. Energiesparen – nein Danke! Solange das Gas noch so billig ist kann sich das der Bauherr getrost sparen und die laufenden Kosten trägt schliesslich der Mieter.

Feb10 060
Also mit Widerwillen auf den Knopf der Fernbedienung drücken und den Warmluftföhn einschalten. Programmieren ist nicht – das ist zu kompliziert und so schalten wir immer hin und her.
Feb10 059
Mit der Zeitung in der Hand lese ich gerade über den gescheiterten Klimagipfel und dass die Chinesen einen Kohle Liefervertrag mit den Australiern geschlossen haben. 50 Mio. Tonnen Kohle werden jetzt verheizt.......na - da machen meine paar Kubikmeter Gas auch nix mehr aus......

 

Sayonara

 

Jack-san

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8. Februar 2010 1 08 /02 /Februar /2010 01:35
Konnichi wa,

hier mal was zum Schmunzeln - kich ern:

Am ersten Schultag in einer amerikanischen Highschool stellt die Klassenlehrerin der Klasse einen neuen Mitschüler vor, Sakiro Suzuki aus Japan.
Die Stunde beginnt. Die Klassenlehrerin fragt: 'Mal sehen, wer die amerikanische Kulturgeschichte beherrscht; wer hat gesagt: 'Gebt mir die Freiheit oder den Tod'?
Mäuschenstill in der Klasse, nur Suzuki hebt die Hand: 'Patrick Henry 1775 in Philadelphia.'
'Sehr gut, Suzuki.'
Und wer hat gesagt: 'Der Staat ist das Volk, das Volk darf nicht untergehen'?
Suzuki steht auf: 'Abraham Lincoln 1863 in Washington.'
abraham lincoln
Die Klassenlehrerin schaut auf ihre Schüler und sagt: 'Schämt euch, Suzuki ist Japaner und kennt die amerikanische Geschichte besser als ihr!'
Man hört eine leise Stimme aus dem Hintergrund: 'Leckt mich am Arsch, ihr Scheißjapaner!'
'Wer hat das gesagt?', ruft die Lehrerin.
Suzuki hebt die Hand und ohne zu warten sagt er: 'General McArthur 1942 in Guadalcanal, und Lee Iacocca 1982 bei der Hauptversammlung von Chrysler.'
Die Klasse ist superstill, nur von hinten hört man ein 'Ich muss gleich kotzen'.
Die Lehrerin schreit: 'Wer war das?'
george-bush
Suzuki antwortet: 'George Bush senior zum japanischen Premierminister Tanaka 1991 während des Mittagessens, Tokio 1991.'
Einer der Schüler steht auf und ruft sauer: 'Blas mir einen!'
Die Lehrerin aufgebracht: 'Jetzt ist Schluss! Wer war das jetzt?'
Suzuki ohne mit der Wimper zu zucken: 'Bill Clinton zu Monica Levinsky, 1997 in Washington, Oval Office des Weißen Hauses.'
Ein anderer Schüler steht auf und schreit, 'Suzuki ist ein Stück Scheiße!'
Und Suzuki: 'Valentino Rossi in Rio beim Grand-Prix-Motorradrennen in Brasilien 2002.'
vale-copy-1
Die Klasse verfällt in Hysterie, die Lehrerin fällt in Ohnmacht, die Tür geht auf und der Direktor kommt herein: 'Scheiße, ich habe noch nie so ein Durcheinander gesehen.'
Suzuki: 'Angela Merkel zu Finanzminister Schäuble bei der Vorlage des Haushalts, Berlin 2010.'
angie

Sayonara

Jack-san
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2. Februar 2010 2 02 /02 /Februar /2010 02:56
 

Konnichi wa,

 

eingepackt in die gewachste Barbour Jacke, den Kragen hochgeschlagen und die Kapuze über die Kappe gezogen stieg ich diesmal auf Susannes Mountainbike. Tja mein Chinesisches Kawasaki Radl ist schon wieder kaputt und ich warte seit einer Woche auf die Lieferung eines neuen Hinterrades. Kawasaki ist zwar nur einen Steinwurf entfernt – aber China ist eben weit, weit, weg und so dauert die Ersatzteilbeschaffung 8-10 Tage.

Also bei strömendem Regen die 5 Minuten zur Hatchobori Station geradelt. Ich fahre immer noch nicht wie die Einheimischen mit einem Schirm in der Einen und dem Handy in der Anderen Hand und mich wundert es immer wieder wie sie das hinkriegen.Feb10 001

Triefend nass bestieg ich die U-Bahn um nach 11 Stationen Naka-Meguro zu erreichen. Nachmittags ist die Bahn erfreulich leer und diesmal lehnte sich mein natürlich schlafender Nachbar an meiner Schulter an. Ihn störte noch nicht mal, dass alles ziemlich feucht war. Aber das ist ja normal. Immer wieder frage ich mich wieso die Leute nicht in der Nacht schlafen. Aber der durchschnittliche Japaner scheint noch nicht einmal dafür Zeit zu haben.

Feb10 004
Der Rapid und mit rotem Schild gekennzeichnete Zug hält nur an wenigen Haltestellen und leider nicht in Toritsu Daigaku und so wartete ich an diesem zugigen Bahnsteig gottlob im Trockenen auf den Local mit blauem Schild. Der hält an jeder Station und brachte mich mit vielen Schulkindern zusammen die 3 Stationen zum Ziel. Der Bahnhof ist mit einem netten Supermarkt ausgestattet und viele kleine Shops säumen den Weg. Hier fällt mir immer wieder auf, dass die gesamte Elektrik überirdisch verlegt ist und zwar ordentlich – aber es sieht trotzdem Chaotisch und nach Kabelgewirr aus. Unterirdisch geht angeblich wegen den Erdbeben nicht. Hmmmmm.

Feb10 006
Der 10 minütige Fussweg führt mich durch die hübschen Strässchen des 'Vorortes' und durch den Park der Stadthalle. Schilder überall und es ist eigentlich alles verboten was man sich vorstellen kann. Nur dem Hund den Hintern abwischen ist erlaubt oder gar erwünscht.....

Die Hundebesitzer entsorgen übrigens alle brav die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde und haben sogar noch ein Wasserfläschchen dabei um nach zu spülen.

Feb10 009
Am angrenzenden Friedhof fällt mir die soeben veröffentlichte Statistik der Selbstmorde des vergangenen Jahres ein und lässt mich erschauern. 32753 Menschen nahmen sich das Leben. Es ist nun bereits das 12. Jahr in Folge mit mehr als 30000 Suiziden. Tragisch.

Feb10 008
Durch die verkehrsberuhigte Zone erreiche ich das Ziel und auf dem Heimweg entdeckte ich noch für was man den Wäschetrockner so alles hernehmen kann. z.B. für Tintenfische

Feb10 002
 

Sayonara

 

Jack-san

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27. Januar 2010 3 27 /01 /Januar /2010 04:28

Konnichi wa,

 

gerade noch rechtzeitig vor die Ausstellung 'No man's land' ihre Tore schliesst besuchten wir dieses Festival der modernen Kunst in der ehemaligen französischen Botschaft.
Jan10 091
Dieses triste Betongebilde aus den 60igern ist schon fast ein Klassiker der Bauhaus Architektur und insofern eigentlich auch wieder schade, dass es sterben muss.

Die Idee Japanischen Künstlern dies als Spielwiese zur Verfügung zu stellen gefällt mir sehr gut und es bot auch für mich reichlich Möglichkeiten die Kamera zu probieren.

Jan10 090
Vom in die Linierung des Parkplatzes integrierten Autos bis zu Zimmern mit bunten Papierblumen, von in den Himmel ragenden Plexiglasröhren mit schwebenden Federn bis zur futuristischen Installation auf der Damentoilette war alles geboten was den Kreativen eingefallen ist. Farbe überall und auch mit moderner Lichttechnik ausgestatte Räume die mit Licht und Schattenspielen arbeiteten gefielen. Manchmals wurde für meinen Geschmack auch die Grenze zwischen Kunst und verkünstelt überschritten – aber eben jedem wie es gefällt.

Jan10 107
Irgendwie war ich froh, dass ich hier nicht arbeiten musste in all diesen grauen seelenlosen Räumen. Der Botschafter hatte zwar ein mit Velour bespanntes Arbeitszimmer, in dem so mancher bereits beim Anblick Hustenanfälle bekommen hätte, aber auch die schöne helle Südseite konnte die Tristesse nicht aufhellen.

Jan10 127
Erst jetzt wo die eigentliche Bestimmung aufgegeben ist wurde dem Gemäuer von den Kreativen die Seele eingehaucht. Aber nicht für lange und dann kommt die Abrissbirne und wird sie wieder vertreiben.

 

Sayonara

 

Jack-san

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20. Januar 2010 3 20 /01 /Januar /2010 08:03

Konnichi wa,

 

in dem Magazin 'Japanzine' aus Kyoto entdeckte ich kürzlich einen Artikel über einen auf Facebook aktiven Japaner, der uns Ausländern Fragen bereitwillig auf Englisch beantwortet und dies mit dem Hintergrund die Japanische Gesellschaft zu retten.


Japanize

Vor wem frage ich mich und warum auf Facebook, das den traditionellen Japanern eigentlich sehr suspekt ist. Sie fürchten um ihre Identität – was wohl teils auch berechtigt erscheint. Ich meine wer nichts zu verbergen hat und nicht leichtsinnig private Info's verteilt sollte ok sein.

Hier nun eine Übersetzung der Antwort von Kazuhide auf die Frage von Craig wieso er das verhasste Medium benutzt:

 

„Ich bin auf Facebook nicht um die Gaijin (Ausländer) zu retten sondern die verlorenen Japaner, die dem westlichen Lebensstil folgen.

Es ist der gleiche Grund warum ich die Kolumne schreibe.

Ich mache mich dafür stark, dass die Japaner nicht immer der

 

'Fastfood, schnellen Sex, HIV, McDonalds' Kultur

 

folgen sollen. Ja, das ist echt beschissen.


Kazukike

Das ist die Sichtweise eines 1941 geborenen Traditionalisten, der sehr gebildet ist und bei Mitsubishi arbeitet.

Nun ich finde so Unrecht ist es nicht den Verfall der guten Sitten anzumahnen - jedoch will ich ebenso wie die Japaner errettet werden.......

 

Sayonara

 

Jack-san

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12. Januar 2010 2 12 /01 /Januar /2010 05:00

Konnichi wa,

 

total auf die Nahrungsaufnahme fixiert wollten wir uns natürlich das diesjährige ‚Furusato Matsuri’ im Tokyo Dome nicht entgehen lassen. Am Sonntag trafen wir uns mit Bekannten vor der riesigen überdachten Arena mit ihrem angrenzenden Vergnügungspark. Wer will kann dort Riesenrad fahren oder für Mutige auch die atemberaubende Achterbahn ausprobieren. Mir reichte es als Fotoobjekt völlig aus.

Ernüchterung machte sich breit als wir erfuhren, dass die Wartezeit in der endlos erscheinenden Schlange wohl 3-4 Std. beträgt und die Lust darauf verdrängte sogar das aufkeimende Hungergefühl. Was bei mir eher ungewöhnlich ist. Aber ich hasse Anstehen und Warten gleich noch mehr. Also Plan B.

Wir zogen per Pedes in Richtung Ueno los und klapperten ein Restaurant nach dem Anderen ab. Entweder zu voll oder zu teuer oder nicht hübsch oder, oder, oder…….

Sogar den Koban (Polizisten) an der Ecke zogen wir hinzu um das Richtige zu finden. Schliesslich standen ein urprünglich anmutendes Ramenrestaurant und ein eher modern wirkender Laden zur Auswahl. Bei ersterem bekamen wir zu Fünft keinen Platz und so entschieden wir uns für Zweiteres. Gott Lob!

Sesami4

Freundlich wurden wir empfangen und gleich schmetterte uns Johann Strauss von einem Japaner dirigiert aus der Bose Sound Anlage mit Röhrenverstärker entgegen. Bild natürlich vom LCD Display inklusive. Kaum Platz genommen erhielten wir sogleich eine Englische Karte und den Hinweis, dass man mit dem Tan-Tan genannten Suppengericht sogar im Fernsehen präsent ist.

Sesami2

Also keine Frage das wollte ich haben und Susanne versuchte die saueren Nudeln. Was soll ich sagen? Einfach perfekt. Reichhaltig, frisch, schön dekoriert und freundlich serviert. Was will man noch mehr. Unsere Begeisterung stieg mit jedem Bissen und Löffelchen und der kredenzte klassische Powersound zum sonntäglichen Mahl war wohl ein Kontrast – aber für uns passend.

Sesami3

Der kräftige Sesamgeschmack der Suppe passt perfekt zum Namen des Restaurants:

 

SESAMI

Bunkyo-ku

5-25-18 Hongo

Tokyo

link

 Sesami1

Und jetzt haben wir eine neue Lieblings-Suppenküche für das sonntägliche Mittagskonzert entdeckt das Gaumen und Ohren gleichermassen verwöhnt. Prädikat EMPFEHLENSWERT!

 

Sayonara

 

Jack-san

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6. Januar 2010 3 06 /01 /Januar /2010 02:57
Konnichi wa,

Nathalie hatte sich über meinen BLOG bei mir gemeldet und sich ein Paar Tipps bezüglich der Anreise geholt. Und was eben eine 20-jährige Alleinreisende so alles Interessiert. Von der Schweinegrippe bis zur aktuellen Sicherheitslage. Übrigens klingt die Hysterie zum ersten Punkt nun endlich ab und Tokio ist und bleibt die sicherste Grossstadt die mir bekannt ist. Der Grund für den Besuch der jungen Dame war natürlich nicht ich sondern die JRock Band ‚An Cafe’, die ihr Abschiedskonzert am 04.01.2010 im Tokyo Budokan gegeben hatte.

Das ist ein echter Fan, der all die Mühen und Kosten auf sich nimmt um dann am Ende der Veranstaltung mit 13000 Gleichgesinnten gemeinsam zum Abschied zu heulen. Die Boyband löst sich nämlich auf und vielleicht gibt es in naher oder ferner Zukunft ein Comeback. Wir trafen uns am Tag danach in Shibuya bei Hachi (der originalen Hundestatue zum Film) und wir machten dann den restlichen Tag noch ein wenig Sightseeing in der Metropole.
Hachi
Es ist doch immer wieder erfrischend mit der Jugend über deren Pläne und Ziele zu sprechen und Nathalie ist von Japan und der Kultur hier so begeistert, dass sie am Liebsten hier arbeiten möchte.
Nathalie
Nun ja, einen Vorgeschmack hat sie ja bereits und wenn die Ausbildung abgeschlossen ist, dann auf ins gelobte Land – das der aufgehenden Sonne.

Sayonara

Jack-san
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