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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
/////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet
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Tokyo Metro Plan

Archiv

31. Dezember 2009 4 31 /12 /Dezember /2009 04:48

Konnichi wa,

 

traditionelles Weihnachten in der Heimat zu feiern war dieses Jahr angesagt. Wir besuchten unsere Familien und verbrachten die Weihnachtstage im Kreise unserer Lieben.

Glühwein, Plätzchen, Stollen und am Abend Rehbraten und ganzer Truthahn waren die kulinarischen Highlights. Wir genossen das Weihnachtsoratorium unterm Weihnachtsbaum und durften schön verpackte Geschenke auspacken. All dies auch noch in winterlicher Landschaft. Einfach herrlich.

Weihnachtswoche-063.jpg

Die Tokioties hatten die ganze Stadt schön mit vielen glitzernden LED’s geschmückt und die jungen Leute feierten am Abend zusammen in einem Club in Roppongi oder gingen zusammen schön zum Abendessen. Dies ist die japanische Variante – ohne christlichen Hintergrund. Teils gibt es sogar Plastik Weihnachtsbäume und die Kinder werden beschenkt – aber nur weil es eben so schön ist. Das gefällt mir an den Japanern. Sie gehen mit solchen Dingen völlig unverkrampft und ohne Berührungsängste um. Schön.

Weih1209 062

In Deutschland reisten wir nach Berlin und München und überall entdeckten wir ein wenig neue Heimat. Mal eine Ausstellung eines japanischen Künstlers, mal ein Fahrrad das angelehnt war.

Weih1209 211

Hier ein Schal und dort ein Parfüm.

Weih1209 222

Und beim Fliesengeschäft erinnerte uns die japanische Sonne auf dem weissen Hintergrund an die neue Heimat.

 

Weih1209 235

Und als wir am Flughafen durch die Passkontrolle gingen sagte der deutsche Polizist zu mir:

Ahhhhhh es geht wieder nach Hause……..und brachte mich zum Grübeln wo das wohl nur war.

Weih1209 230

                                                           Running Sushi in München

 

Wir wünschen allen in der neuen und alten Heimat einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr!

 

Sayonara

 

Jack-san

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9. Dezember 2009 3 09 /12 /Dezember /2009 03:54

Konnichi wa,

 

wenn mich jemand fragt was ich denn hier in Japan vermisse antworte ich regelmässig mit

1. resches Brot und

2. unsere herrlichen Biergärten

Nach fast zwei Jahren im Land der aufgehenden Sonne hatte ich noch keine ordentliche Bäckerei gefunden und nur schwachen Ersatz für einen Augustiner Biergarten. Vor kurzem brachte mir ein deutscher Neuankömmling das Buch

 

‚Leben und Arbeiten in Japan’ von Klaus Chevalier, 28 Euro

http://de.ikoiverlag.com/leitfaden

 

zum Reinlesen mit und das Erste was mir auffiel waren die dort empfohlenen Bäckereien. Mit Adressen versehen schrieb ich sofort die nächstgelegene deutsche Bäckerei auf:

 

Bäckerei Tanne

2-1-5 Nihombashi Hamacho

Tokyo 103-0007

Tel. 03-3667-0426

 

Übrigens auch sonst ein sehr hilfreiches Werk für Frischlinge in Japan.

Bei nächster Gelegenheit sattelte ich meinen Drahtesel und machte mich, bei strahlendem Sonnenschein und immerhin noch 13°C Anfang Dezember, auf den Weg. Entlang des Sumida Rivers schlängelte ich mich durch die kleinen Strässchen in Chuo-ku und vorbei am TCAT genannten Busbahnhof gelangte ich nach Nihombashi. Keine 10 Minuten mit dem Radl von uns zu Hause entfernt erreichte ich den heiss ersehnten Tempel der Freude.

Bereits von aussen kamen heimatliche Gefühle auf und die deutsche Fahne wehte mir entgegen und schien mich willkommen zu heissen.

Also nix wie rein an den vielen Bauarbeitern vorbei, die gerade die Strasse reparierten und mich irgendwie beobachteten. Sogleich kam mir der herrliche Duft von frischem Brot und feinem Gebackenen entgegen. Die allesamt japanischen Verkäuferinnen begrüssten mich und ich orderte nach genauer Durchsicht der Auslage ein Bauernbrot mit Körnern drin und ein Stück Linzer Torte. Ich konnte es kaum glauben – so etwas hatte ich zuletzt zum Geburtstag meines bereits verstorbenen Vaters gegessen. Und das war 2002 !

Voller Erwartung raste ich gen Heimat, holte das grosse Sägemesser raus und schnitt das Scherzel ab. Was für ein Genuss! Resch und frisch – wirklich wie zu Hause und schön würzig.

Also die Kaffeemaschine angeworfen und dazu das butterweiche und perfekt gemachte Stückchen Kuchen. Ein Hochgenuss und eine willkommene Abwechslung zu der von mir ansonsten sehr geschätzten Küche Japans.

Zum Abendessen gab es dicke Scheiben Brot mit fein gesalzener Hokkaido Butter drauf. Welch köstliche Symbiose zweier kulinarischer Welten.

 

Sayonara

 

Jack-san

 

Neue Bilder gibt es unter 'Aktuell' und ‚Deutsche Bäckerei’

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2. Dezember 2009 3 02 /12 /Dezember /2009 00:37
Konnichi wa,

zur Zeit haben wir Besuch aus Deutschland und mit dem jungen Mann bin ich im Schnelldurchlauf durch ganz Tokyo. Unter Anderem waren wir in Odaiba am Beach und konnten den herrlichen Blick auf die Freiheitsstatue und die Rainbow Bridge samt Tokyo Tower geniessen.



Einmal umgedreht gab es dann das Fuji Gebäude nebst Vollmond in futuristischer Beleuchtung.



Dann gingen wir in das angrenzende Einkaufszentrum, in dem sich auch ein Muscle Parc befindet. Sasuke ist eine sehr populäre Fernsehshow in der die Teilnehmer wie ein Ninja einen Parcour bewältigen müssen. Sieger ist wer das schier Unmögliche schafft. In Odaiba gibt es zum Trainieren diesen eher leichten und kurzen Parcour. In den Shows kann man gar nicht glauben, dass es überhaupt ein Mensch schaffen kann. Die Japaner können. Hier ein Video vom Rekordhalter in Odaiba:



Anschliessend noch zu Toyota ins Mega Web. Mit der weltgrösste Ausstellungsraum für Kfz.



Und am Fahrsimulator:



Ausblick auf den neuen Tokyo Tower, der mal über 600m hoch werden wird. Das Ganze von der Lobby des Mandarin Oriental aus fotografiert.



Und mit einer japanischen Schönheit in Shimbashi:



Kurz und intensiv war das Motto dieses Kurzbesuchs und allen hat es gefallen :-)

Sayonara

Jack san
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25. November 2009 3 25 /11 /November /2009 11:42
Konnichi wa,

heute Eindrücke der letzten Tage.

Feinstes Futter:



Rauchen erst ab 20!



Erntedank:


gemütlicher Herbsttag:




getrennt für Grosse und Kleine:



Versteckt:



3, 5, oder gar schon 7 Jahre alt? - Hauptsache gesund!


Hi, hi .....



Sayonara

Jack - san

Neue Bilder gibt es unter 'Aktuell' und 'Tag der Arbeit'

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20. November 2009 5 20 /11 /November /2009 01:21

Konnichi wa,

 

mein bevorzugtes Fortbewegungsmittel für den Alltag hat 2 Räder. Das Eine ist von Suzuki und per Motor angetrieben, das Andere ist von Kawasaki und per Muskelkraft betrieben. Als guter Gaijin hatte ich gleich nach Ankunft was für die Ankurbelung der maroden Wirtschaft getan und kräftig in die Mobilität investiert. Natürlich Made in Japan sollte es sein und Kawasaki ist ja nur einen Steinwurf weit von Tokyo entfernt. In Deutschland hatte ich mich über die miese Qualität von Made in Germany Produkten so erregt, dass ich den Verkauf von deutschen Autos und Motorrädern einstellte und nur noch japanische Produkte anbot.

Soviel dazu.

Mein Radl ist mit faltbaren Gepäckkörben hinten, und vorne noch zusätzlich mit einem lenkerfesten Korb ausgestattet und beim tägliche Einkauf wird der Lastenesel ganz schön belastet. Brücke rauf und runter, durch die Schlaglöcher durch und die hohen Randsteine rauf.

Das ganze wird zusätzlich mit 80kg Mensch auf eine harte Probe gestellt. Aber eigentlich ist so ein Touring Fahrrad ja dafür ausgelegt – dachte ich.

Nach 14 Tagen im Besitz des stolzen Jack begann es in den Pedalen zu knacken. Bei jeder belasteten Kurbel Umdrehung. Sofort besuchte ich den freundlichen Verkäufer und der wechselte die ultrabilligen Plastikpedale gegen stabile Alugussteile aus. Ruhe war!

Bis zum Auslauf der Grantie. Dann begann der Kurbeltrieb zu arbeiten. Alles zerlegt,  abgeschmiert und wieder montiert und es war wieder ok. Erste Zweifel an der Qualität kamen auf. Naja dachte ich mir. Der Monteur war bestimmt vorher beim Saufen und hat die Drehmomente nicht so hinbekommen.

Jetzt nach 1 1/2 Jahren fing die Gabel zu werkeln an. Immer beim Bremsen: KNACK!

Zuerst stellte ich das Lenkkopflager ein wenig nach was auch kurzfristig half. Aber nicht lange. Also ab in den Fahrstuhl und rein ins Gästezimmer. Kurzerhand wurde dies zur Werkstatt umfunktioniert und der komplette Vorbau zerlegt.

Auch hier reichte wieder genügend Fett und ein korrektes montieren und jetzt fährt er wieder – mein ’geliebter’ Drahtesel.

Meinen Unmut zog das unten aufgeklebte Schild ‚Made in China’ auf sich. Nun lasse ich eh schon an den Chinesen kein gutes Haar dran – aber es ist doch was Wahres dran an der chinesischen Fertigungsqualität. Nur wieso soll ich Made in Germany oder Made in Japan teuer kaufen, wenn das Ganze eh Made in China ist und die Teile sowieso sonst woher kommen?

Nächstes Mal kaufe ich gleich einen billigen Mist aus China – dann weiss ich wenigsten warum ich schrauben muss und habe noch gespart dabei.

 

Sayonara

 

Jack-san

 

Neue Bilder gibt es unter 'Aktuell' und ‚Werkstatt’

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3. November 2009 2 03 /11 /November /2009 01:25

Konnichi wa,

 

den Grund für unseren Umzug hatte ich bereits in dem Bericht „  In diesem ehrenwerten Haus  " beschrieben. Nun war es endlich soweit und wir hatten 2 km von der alten Wohnung im Stadtteil Tsukishima auf einer Halbinsel im Sumida River gelegen eine Wohnung gefunden. Tsukuda genannt.

 

Wieder von Wolkenkratzern umgeben – aber unser Wohnhaus hat nur 13 Stockwerke und wir wohnen natürlich wieder unten im 4. Stock. Gerade so, dass wir über die Baumwipfel der Kirschbäume noch das Wasser sehen. Am Abend leuchtet der Leuchtturm idyllisch vor dem Balkon und versperrt aber auch leider den weiten Blick.

Weite Spazierwege den Fluss entlang werden immer wieder von den städteplanerischen Sünden unterbrochen. Mal von einer Mauer, mal von einem Gitter oder auch von einem Seitenkanal des Flusses und dessen Wehr. Das heisst dann viele Treppen steigen oder einen ganz schönen Umweg in Kauf nehmen. Macht aber nix, da es allemal besser ist als vorher. Alles ist eigentlich besser – ausser dem Blick auf die Rainbow Bridge – den werden wir missen. Jetzt sind die Damen am Empfang sehr freundlich und nicht so hochnäsig, die Notfalldurchsagen sind auch in Englisch und wenn der Wartungsdienst ins Haus kommt bekommen wir einen lesbaren Schrieb eingeworfen. Toll!

Wir haben jetzt einige Quadratmeter mehr und zahlen deutlich weniger Miete. Der eh nur zum Trocknen gedachte riesige Balkon der alten Bude wurde ja zur Wohnfläche gerechnet und nicht anteilig wie in Deutschland. Der jetzige ist überschaubarer. Wir haben aber einen zusätzlichen Ostbalkon zum Wäsche trocknen. Super!

Der Zugang zur Garage ist durch die riesigen unterirdischen Gänge möglich und direkt vor meinem Mopped sitzt ein Parkwächter und passt auf. Noch besser!

Der Parkplatz ist speziell für motorisierte Zweiräder. Die Räder sind wieder in einem Duplex Parker untergebracht.

Jetzt sind wir irgendwie ganz froh all das auf uns genommen zu haben. Es gab im Vorfeld ja doch einige Diskussionen. Zwischen Susanne und mir, wie auch mit meinem Gewissen.

Es bedarf schon einer gehörigen Portion Leidenschaft zu seinem Hobby um nur wegen dem Parkplatz umzuziehen. All die Kosten und Mühen auf sich zu nehmen und sehr viel Verständnis von seiner besseren Hälfte. Tja – wahre Liebe eben auf zwei Beinen und insbesondere für zwei Räder.

 

Sayonara

 

Jack-san

 

Neue Bilder gibt es unter 'Aktuell'

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26. Oktober 2009 1 26 /10 /Oktober /2009 02:34

Konnichi wa,

 

gut, dass wir auf Otani-san, unserer mittlerweile persönlichen Beraterin des Reisebüros im LaLaPort,  hörten und einen Leihwagen gebucht hatten. Unser Hotel Neubau lag zwar recht verkehrsgünstig nahe am Flughafen der Hauptstadt, jedoch Meilenweit vom öffentlichen Nahverkehr entfernt.

Auf dieser relativ kleinen Insel mit nur einer Autobahn bis zur Mitte der Insel reichte der Suzuki Wagon mit 660ccm und Automatik auch völlig aus. Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn 80 km/h und innerorts 40. Dennoch machte hier das Fahren deutlich mehr Spaß als in Tokio. Erstens steht nicht an jeder Ecke ein Sheriff und zweitens sind die Ampelschaltungen nicht so endlos lange. Man muss nicht mal den Motor abstellen vor es wieder weiter geht.

Auch hier gibt es diese wilden Konstruktionen, die in schwindelerregenden Höhen die Straßen durch die Landschaft oder Städte führen. Viele erinnern an die Aquädukte der alten Römer mit den riesigen Bögen um die Last zu tragen. Eng schmiegen sie sich an die Felsformationen aus erkalteter Lava an und überwinden die steilen Klippen und Täler. Umso mehr verwunderte es uns, daß die Maut deutlich billiger war als in der Hauptstadt. Vom Anfang bis Ende des Highways hatten wir nur 700 Yen bezahlt. Dies drückt man in Tokio schon ab wenn man nur auf die Stadtautobahn auffährt.

Weniger als eine Stunde brauchten wir um von Naha, der Hauptstadt Okinawas zum Autobahnende ca. im Mittel der Insel gelegen zu fahren. Von hier aus erschlossen sich die Traumstrände von Onna und es ist nur ein Katzensprung zum berühmten Churaumi Aquarium im Expo Ocean Park gelegen. Wir waren begeistert. Direkt am Strand, vor traumhafter Südseekulisse bestaunten wir die großen Fische im 2.größten Aquarium der Welt. Die größten jemals hergestellten Acrylglas Scheiben und die weltweit erstmalig geglückte Haltung von Tigerhaien macht die Japaner besonders stolz. Das im Park gelegene aus vielen traditionellen Häusern bestehende alte Dorf hatte es uns besonders angetan, neben den prachtvollen Blüten der wuchernden Pflanzenwelt.

Auf dem Rückweg besuchten wir die beeindruckenden  Stätten des Shurijo Castle, ein Teil des Weltkulturerbes. In der Nähe von Naha gelegen erzählt es die Geschichte des reichen Ryukyu Königreiches mit chinesischen Wurzeln ab ca. 1400 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.

Die rot lackierten königlichen Gebäude von dicken Steinwällen aus Lavastein umgeben faszinierten uns. Ein Tässchen Tee mit traumhaftem Blick in den Garten des Schlosses ließen wir uns nicht entgehen. Ganz im Gegensatz dazu die schlichten Holzhäuser der gleichen Herrscher im nicht weit entfernten Shikinaen Royal Garden. Damals ritten sie die Paar Kilometer gerne zum Vergnügen mit Blick auf den großen Ozean. Wir zuckelten durch den abendlichen Berufsverkehr und wollten dann dieses idyllische Plätzchen gar nicht mehr verlassen. Ca. 500qm feinstes Zedernholz in letzter Perfektion von begnadeten Zimmerleuten gefertigt zogen uns in ihren Bann. Von der umlaufenden Terrasse aus blickten wir, wie die Feudalherren damals in den Garten mit Teich und sechseckiger Pagode zu der ein aus dem vollen Stein gehauenes Brückchen führt. Sensationell!

Mit nackigen Füßen liefen wir über die königlichen Tatamimatten und freuten uns riesig auf unsere neue Wohnung, in der wir gleiches erleben dürfen. Und vielleicht fühlen wir uns dann auch ein wenig wie im Urlaub auf Okinawa. Fürstlich.

 

Sayonara

 

Jack-san

 

Neue Bilder gibt es unter 'Aktuell' und 'Okinawa' 

 

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20. Oktober 2009 2 20 /10 /Oktober /2009 13:52

Konnichi wa,

 

Susanne hatte nun doch frei bekommen und ich buchte uns 3 Tage kurz vor knapp einen Flug und ein Hotel für eine Woche Okinawa, dem Hawaii Japans. 30°C und der Strand vor der Haustüre – was will man mehr. Gut nur, dass das gerade neu gebaute Hotel in der Nähe von Naha, der Hauptstadt, genau in der Einflugschneise vom Flughafen liegt und so die gewohnte Lärmkulisse erhalten blieb.


Der Standard des Betonklotzes ist wieder erwarten sehr gut und das alles zum Schnäppchenpreis incl. Halbpension. Ausnahmsweise mit Buffet. Früh, wie spät. Aber alles kann man halt nicht haben. Aber billig – nein das ist es nicht, es ist preiswert. Speisen und Präsentation gefallen uns gut und der Service muss halt noch ein wenig üben.

Susanne und ich laufen jeden Morgen den Strand entlang und der Wind pfeift uns durch die Ohren. Die Strandboys gehen surfen oder tauchen und die paar Girls zeigen ihre dünnen Spargelbeinchen. Am Strand liegt jedoch niemand in der Sonne und es gibt auch kein einziges Strandkaffee oder auch nur Ähnliches.

Gestern sind wir dann mit unserem schnuckeligen Suzuki Wägelchen die Küste entlang gefahren und besuchten die weltgrösste Tropfsteinhöhle, Gyokusendo Cave genannt und den umliegenden sehr gut gemachten Themenpark mit Töpferei, Glasbläsern, Batik, Schnitzerei und jeder Menge anderen Handwerkern. Alles auch zum Mitmachen geeignet. Auch einen Garten mit tropischen Früchten gab es zu bestaunen. Avocado, Teufelsfrucht, Sternfrucht, Papaya – alle direkt vom Baum und dann gönnten wir uns einen frisch gepressten Zuckerrohrcocktail im Schatten der Palmen. Herrlich.


Ein Paar Autominuten weiter holte uns dann die Geschichte ein. Wir durchquerten die Landschaft der letzten Schlacht vom April 45 und schauten uns zuerst das Himeyuri Peace Museum und dann das Peace Memorial Museum, das ganz im Süden an dem Ort des Geschehens errichtet wurde.


Zuerst wurden wir eingeweiht wie unschuldige Schülerinnen im Alter ab 15 aufwärts als Krankenschwestern in unterirdischen Höhlen verheizt wurden und anschliessend in die Schrecken der Schlacht von Okinawa. Diese sollte als eine der blutigsten in die Geschichte eingehen. In 90 Tagen starben hier in der auf Japanisch tetsu no ame (Regen aus Stahl) genannten Schlacht 240734 Menschen. Jedem von Ihnen wurde im Gedenken eine Zeile gewidmet – in Stein, Amis, Engländer, Japaner, Zivilisten und Kinder.


Die Anlage der Gedenkstädte ist sehr weitläufig und immer wieder wurden uns von alten Frauen Blumengestecke angeboten 'for Papa'. Die dachten wir sind Amerikaner und besuchen unsere gefallenen Väter(Opas). Oben auf den Klippen hat man einen atemberaubenden Blick auf die weiten des Pazifiks und ebenso auf das Schlachtfeld. Unzählige teils monströse Gedenktafeln und Mahnmale säumen den Spaziergang und regen zum Nachdenken an.


Ich frage mich warum wir Menschen aus alledem nichts lernen und sich die Geschichte immer wiederholt. Nicht nur Generationsübergreifend, nein sogar Epochenübergreifend und noch schlimmer Kulturenübergreifend, ja das Gleiche von den Mayas bis zu den Ägyptern, Römern, Napoleon, Hitler oder Dschingis Kahn – unfassbar....

 

Sayonara

 

Jack-san

 

Neue Bilder gibt es unter 'Okinawa'

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14. Oktober 2009 3 14 /10 /Oktober /2009 06:43

Konnichi wa,

 

angeblich soll das belebende Getränk aus Österreich ja Flügel verleihen. Nur half das nicht allen Teilnehmern des diesjährigen von Red Bull organisierten Seifenkistl Rennens. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen wie im Sommer stellten sich die waghalsigen Streiter ihrer Herausforderung. Es ging auf ca. 4 Rädern die gerade im Bau befindliche Yume-no Ohashi Bridge in Odaiba hinunter. Das Reglement war wohl recht grosszügig und so ging eher die Show vor als der sportliche Wettbewerb und das Ringen nach der schnellsten Zeit trat in den Hintergrund.

Wir reisten mit dem Radl an und schon von der Ferne erblickten wir oben auf der Brücke den im typischen Red Bull Design gehaltenen Startplatz. Per Pedes spazierten wir dann die Brücke hinauf und begutachteten mit vielen Anderen die perfekt gestaltete Strecke mit Schikanen und Sprunghügel. Hübsche Mädchen mit ihren schweren Red Bull Umhängetaschen verteilten überall zur Promotion das hauseigene Getränk und wir wunderten uns, dass sogar die Kleinsten das Zeug von den Eltern bekamen. Früh übt sich – die sollen wohl alle mal fliegen lernen…..

Wirklich professionel war die Organisation mit Moderationsteam und grossen Screens um einen Überblick über das Geschen zu behalten. Es gab eine VIP Box am Start, in der feinste Speisen serviert wurden und ein Fahrerlager. Richtig geraten – hier zog es mich hin.

Es wurden alle teilnehmenden Fahrzeuge nicht nur von der Juri auf Aussehen und Technik begutachtet – nein von mir natürlich auch. Es fielen mir so grausame Konstruktionen wie der Ferrari


ins Auge, der bereits im Stand auf seinen Kofferrollen auseinander fiel. Oder so perfekt Made in Japan zelebrierende Konstrukteure, die eine Tube auf ein Alufahrgestell gebastelt haben und noch ein voll einstellbares Fahrwerk dazu. Hier zählte die Werbung für das eigene Produkt ebenso wie die Jagd auf die Beste Zeit.

Den Meisten aber ging es um die Show – rasende Sänften, grausame Drachen, schnelle Wasserflaschen, hübsche Badewannen und so manche uns eh unbekannte Comic -oder Mangafigur auf ein Paar Rädern.

Dann ging es unter Getöse los und die mit solcher Liebe gebastelte Pagode wollte einfach nicht den Berg runter rollen – macht nix – und so schoben sie alle mit vereinten Kräften das monströse Trum den Hang in 3 Minuten die 300m lange Strecke hinab. Die rollende 1000000 Yen Note überlebte bis zum Sprung und krachte sodann unter tosendem Applaus im Ziel auseinander. Beim super schnellen Rikscha Fahrer versagten dann die Bremsen und er schlug nach weniger als 30 Sec. in die Schaumstoffbarrieren ein, dass die Kamaerateams von ihren Leitern fielen. Ja sogar das Fernsehen war vor Ort und jeder der ins Bild kam fing an zu kreischen – hihihi.

Hinter der Auslaufzone tummelte sich die Presse um die geilsten Fotos zu schiessen und wir schlenderten zwischendurch mal zu den Verpflegungsständen. Wie üblich aus dem Bus heraus gab es frische Hendl und auch Burger oder japanische Fladen mit Kraut.

Die Österreichische Fremdenverkehrszentrale gab sich auch Mühe auf das kleine Land aufmerksam zu machen und alle, die Ihr Abenteuer bereits hinter sich hatten stellten sich in Reih und Glied auf zur abschliessenden Begutachtung. Ein sichtlich gestresster Beamter versuchte dies zu organisieren und rannte bis kurz vor dem Herzinfarkt auf und ab und amüsierte uns sehr. Der Mann nimmt seinen Job wirklich ernst!

So verbrachten wir einen herrlich unterhaltsamen Tag und zu guter Letzt kapierten wir leider gar nicht wem nun die Flügel verliehen wurden und der Schnellste oder Schönste oder sogar Beides war. Macht aber gar nix. Schee wars.

 

Hier die japanische Homepage mit dem Siegerfoto: link

 

Sayonara

 

Jack san

 

Bilder unserer neuen Wohnung gibt es unter ‚Aktuell’ und zum Artikel unter Red Bull

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9. Oktober 2009 5 09 /10 /Oktober /2009 06:12

Konnichi wa,

 

In unserem Haus gibt es Gott sei Dank einen Fahrstuhl. 52 Stockwerke bedürfen eines guten Trainings um sie eben mal zum Sushi holen runter und wieder rauf zu laufen.


Nun wohnen wir ja nach der japanischen Sichtweise im billigen 3. Stock. Je weiter oben desto teuer und privilegierter. Ich denke mehr an die Schreckenszenarien eines Erdbebens oder eines Feuers. Wie um Himmelswillen kommt man da runter wenn kein Fahrstuhl mehr funktioniert oder noch schlimmer das Treppenhaus gar nicht passierbar ist. Abseilen? Deshalb haben wir Armen im 3. für alle Fälle auch ein Seil am Balkon liegen. Und die Reichen oben haben bestimmt Fluegel.......


Leider sind aus Sicherheitsgründen die Treppen nur abwärts begehbar um nicht Berechtigte unten zu behalten. Dies hat zur Folge, dass alle die vermeintlich bequemere Variante wählen. Rauf wie runter. Um die fehlenden Bewegung wieder zu kompensieren gehen wir dann alle aufs Laufband oder den Stepper um als Fitnessziel täglich 52 Stockwerke rauf und runter zu laufen........

 

 

Sayonara

 

Jack san

 

Neue Bilder diesmal aus Deutschland gibt es unter ‚Aktuell’

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