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Konnichi wa,
sicherlich eines der berühmtesten Bilder Japans ist das im Wasser stehende rote Tor in Miyajima. In der Bucht von Hiroshima gelegen waren wir mit dem Rapid Zug in 25 Minuten vom Bahnhof Hiroshima in Miyajimaguchi angekommen und eine Fähre brachte uns auf die relativ kleine Insel hinüber.
Bereits vom Boot aus hatten wir erste Ausblicke auf das O-torii Tor und alle zückten ihre Kameras. Wie üblich. Am Terminal angekommen rief gleich die freundliche Dame in unserem Ryokan 'Miyajima Seaside Hotel' an und sie holten unser Gepäck ab. Bereits beim Warten fielen uns die streunenden Rehe und Hirsche auf. Keinerlei Scheu! Wie wenn sie Tollwut hätten – eher aggressiv – sehr seltsam.
Unser Weg führte uns durch die Omotesando Shopping Arcade, einer von Ständen, Restaurants und Souveniershops gesäumten Strasse zum ebenfalls komplett in rot lackierten Itsukushima Shrine. Wir stoppten noch an einem Laden, der Fusspflege mit den bekannten Doktorfischen anbot.
Eine kitzelige Erfahrung – aber nicht unangenehm – und die Fische haben den bajuwarischen Käse sogar überlebt. Von zahmen, fast frechen Rehen begleitet genossen wir den herrlichen Ausblick auf Tempelanlagen, die davor angedockten prächtig geschmückten Boote und dem Tor im Hintergrund.
Da das Thermometer die 35°C Marke bereits überschritten hatte verbrachten wir die Mittagshitze in der Aircondition eines Restaurants bei leckerem Chirashi Sushi und vollgefuttert erklommen wir in der Nachmittagshitze über den Misen Climbing Path den Berg zum Daishoin Temple. Der Blick über die geschwungenen Dächer der Tempelanlage auf die Bucht bleibt uns unvergesslich und selbstverständlich beteten wir noch auf den Tatami Matten kniend in einem der erstaunlich kühlen Gotteshäuser.
Auf Grund der erbarmungslosen Sonne schenkten wir uns den weiteren Aufstieg und machten uns auf den Weg zum Hotel. Nett gelegen in einer Bucht mit Sandstrand, der aber voll Algen war, die den Rehen erstaunlicherweise sehr schmeckten. Verwunderlich.
Der Charm der 80er Jahre und ein echter Investitionsstau schockierte uns etwas angesichts des sehr hohen Zimmerpreises. Aber unser Tatami Zimmer war sauber und entsprach dem typischen Standard und das im Zimmer servierte Essen am Abend war vorzüglich.
Nach einer ruhigen Nacht auf dem Futon beobachteten wir am kommenden Morgen während dem Frühstück die Rehe vor dem Fenster und freuten uns auf unsere Weiterreise nach Nara – der alten Hauptstadts des Reiches.
Sayonara
Jack san
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