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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
/////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet
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Tokyo Metro Plan

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9. Juni 2010 3 09 /06 /Juni /2010 04:11

Konnichi wa,

 

unser Nachbarschaftsverein hatte zum Ausflug geladen und wir wollten die Chance mit lauter Japanern zum Wandern zu gehen nicht ungenutzt lassen. Und so machten wir uns am Sonntag früh morgens auf den Weg zum Mount Takao, dem Hausberg der Megastadt, am äußersten Rand der Ebene Tokios gelegen. Zuerst mit der U-Bahn nach Shinjuku und dann mit der Keio Line noch ca. 40 Minuten hinein in die immer grüner werdende Landschaft. Welch Abwechslung und Erholung für die an Grau gewöhnten Äuglein.

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In Takaosanguchi stiegen wir aus und mit uns praktisch alle Mitreisenden. In Reih und Glied ging es durch den Ort in Richtung der Seilbahn, die gottlob auf Schienen den Berg erklimmt. Überraschenderweise verliefen sich die Massen schnell und wir kamen mit der ersten Bahn mit.

K800 Takao610 022

Oben angelangt folgten wir dem geteerten Weg in Richtung der Tempelanlagen und über zahllose Treppen erklommen wir die in malerische Landschaft eingebetteten heiligen Stätten.

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Vor dem Tempel reinigten wir unsere Pfoten am kunstvoll gestalteten Brunnen und der Weihrauch der Räucherstäbchen, die in einem riesigen, überdachten Kessel im Sand steckten sollten uns mit ihrem Rauch vor Krankheit schützen.

K800 Takao610 086

Selbstverständlich beteten wir zusammen für Gesundheit und 100 Yen sollten auch noch den Gott der Bergwanderer besänftigen und uns einen Sicheren Abstieg ermöglichen. Wir erkämpften uns einen der raren Brotzeitplätze und packten alle die Bento Boxen zur Stärkung aus. Auberginenreis, gebratenes Hühnchen und Gemüsesticks sollten die gleich noch benötigten Kalorien zur Verfügung stellen. Unsere Nachbarn hatten Onigiri (Reissnack) und mancher auch ein Sandwich dabei.

K800 Takao610 120

Witzig war es zu beobachten wie perfekt ausgerüstet die Japaner zum Wandern gehen. So mancher sah aus als wolle er den Mount Everst besteigen und ein Salaryman war sogar mit Anzug, Krawatte und Aktenkoffer unterwegs. Eine Gruppe von Bergläufern war ebenso unterwegs und wir fragten uns wieso die sich sowas antun und nicht an einem etwas weniger frequentierten Berg laufen.

K800 Takao610 125

Der Abstieg auf der roten Route begann mit nicht enden wollenden Treppen und total erschöpfte Schwitzende kamen uns entgegen. Gut, dass wir rauf gefahren sind!

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Der gut ausgebaute Weg führte uns über verschlungene Wurzeln und wenn es zu steil wurde gab es wieder Treppen. Bald brannten die Schenkel und unser ältester Teilnehmer mit über 70 brauchte dann eine Pause, da die Beine nicht mehr so wollten wie er. Dank Handy konnten wir den Rest der Gruppe verständigen und alle kamen wohlbehalten unten an. Bis auf wenige Ausnahmen stresste mich meine Höhenangst auch nicht und zur Belohnung gab es dann kalte Soba Nudeln mit einer glibberigen weissen Masse obendrauf, die angeblich geriebene Yam Kartoffel gewesen sein soll.

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Gesund ist das gewiss – aber mein Rat – lasst die Finger davon, so wie ich es in Zukunft auch tun werde. Toll fand ich, dass obwohl der Berg mehr als intensiv genutzt wird überall aufgeforstet wird und die Tokioties Bäume spenden. Und wer genug spendet bekommt auch als Dank ein Brettchen an den Wegesrand gestellt und wenn man die Länge der Bretterwand ansieht haben das auch schon sehr viele getan.

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Unsere Gruppe machte sich zufrieden auf den Heimweg und sicherlich sassen alle am Abend noch in der entspannenden heissen Badewanne um die geschundenen Glieder wieder zu entspannen.

 

Sayonara

 

Jack-san

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