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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
/////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet
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Tokyo Metro Plan

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23. Mai 2008 5 23 /05 /Mai /2008 00:26

Unsere Wohnung Teil1

Konnichi wa,

Wir wohnen jetzt im Stadtteil Koto-ku und der Bereich nennt sich Toyosu. Dieser liegt direkt in der Bucht von Tokyo und somit eher am Rande der Stadt zum Meer hin.

Früher war dies die Gegend in der die Schiffe ins Dock kamen um wieder Restauriert zu werden und somit heisst es jetzt auch Urban Dock City Toyosu. Dieser Bereich besteht überwiegend aus neuen Hochhäusern und der dazugehörigen Infrastruktur. Wir haben in unmittelbarer Nachbarschaft ein riesiges Einkaufszentrum mit allen nur vorstellbaren Shops, Restaurants, Cafes und einer belgischen Kneipe. Ein Paar Meter weiter gibt es mehrere unvorstellbar grosse Einkaufsmärkte und einen gigantischen Baumarkt. Das Baseballstadion in Sichtweite und alles gut zu Fuss oder mit dem Rad erreichbar. Die U-Bahn ist ca. 7 min. zu Fuss entfernt und der Bus hält genau vor der Türe und führt direkt zu Hauptbahnhof. Ein anderer Bus bringt uns in ca. 10 min. zum weltgrössten Fischmarkt und dessen Köstlichkeiten.

Nun zu diesem Gebäude: Es ist 52 Stockwerke hoch, wurde gerade Fertig gestellt und ist ein richtiger Wolkenkratzer. Die Konstruktion ist aus Stahl und in Brückenbauweise ausgeführt und wie bereits berichtet bis mindestens Erdbebenstärke 6,7 absolut sicher! Im Erdgeschoss befindet sich ein Shop für den täglichen Bedarf, ein Empfangsdesk mit netten Damen besetzt und eine sehr grosse, noble Empfangshalle aus Marmor und Sandstein mit einem richtigen Flügel der vollelektronisch die ganze Zeit spielt. Eine Atmosphäre wie im Hotel!

Wir haben einen gigantischen Radlkeller mit Duplex Stellplätzen (diese Technik ist mir immer noch nicht klar und ich hebe das Radl immer rauf und runter!!!!) und nebenan eine Parkgarage mit Stellplätzen wie wir es auch kennen. Im 4. Stock des Zwischengebäudes bricht der wahre Luxus aus: Schwimmbad, Whirlpool, Bewegungsbad, Sauna und selbstverständlich ein Dampfbad – also alles was man nach einem anstrengenden Tag so braucht. Im 52. Stock gibt es ( angeblich, denn ich war aus bekannten Gründen natürlich noch nicht da ) eine Sky lounge in der man den Blick auf die ganze Stadt und bei schönem Wetter bis in die Berge ‚geniessen’ kann.  Übrigens Freier Blick auch auf das Mandarin Oriental Hotel in der Stadt – auch am freien Tag.


Wir haben als Schlüssel selbstverständlich eine Plastikkarte wie in einem guten Hotel und diese gewährt dem Besitzer freien Zugang zu allen Teilen des Hauses. Also Plastikkarte raus aus der Tasche und am Haupteingang auf den Scanner legen, durch die Halle bis zum Zugangsbereich zum Aufzug, wieder Karte scannen die Glastüre öffnet sich und dann wird automatisch der richtige Fahrstuhl geordert (ohne nochmals einen Knopf zu betätigen). Ist der richtige Fahrstuhl gekommen muss man nach dem Einsteigen erst die Karte scannen und dann das Stockwerk wählen und per Knopfdruck die Türe schliessen (ich glaube aus Sicherheitsgründen). Im 3. Stock angekommen (eigentlich der 2. – aber in Japan gibt es kein Erdgeschoss und so fangen sie halt bei 1 zu zählen an?!?) sind wir nach ein Paar Metern über unseren Flur, der zum Atrium Innenhof hin offen ist an der Wohnung angelangt. Richtig geraten! Nach erneutem scannen der Karte öffnet sich per Servo-Stellmotor die Verriegelung der Eingangstüre und wir können den Schuh-Auszieh-Bereich betreten.

Ich werde später berichten  was passiert wenn man als Besucher keine Karte hat……..

Die Türe fällt mit dem Schliesser ins Schloss und  nun muss man den oberen Drehknopf zum Verriegeln drehen und der Untere geht selbstverständlich automatisch zu! Dreht man nicht am Knopf bleibt die Türe unversperrt. Also beim Verlassen der Wohnung bitte das Scannen der Karte nicht vergessen um die Servomotoren und die Verriegelung in Gang zu setzen!!!! Aber es ist unmöglich sich so auszusperren und sollte die Wohnung offen bleiben passiert hier eh nix! Bei Stromausfall fällt das System komplett aus und wir müssen theoretisch den manuellen Schlüssel (ja so was Altmodisches gibt es zusätzlich auch noch) im Hotel bei Susanne holen. Nur ohne Strom glaube ich nicht dass ich soweit komme!!!!

Sayonara Jack san

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23. Mai 2008 5 23 /05 /Mai /2008 00:25

Konnichi wa,

 

nach 4 Bier auf unserem Balkon bei lauen Temperaturen hatte ich die nötige Bettschwere und ging mit meiner Gattin nächtigen. Wir fielen sofort in einen tiefen, gesegneten Schlaf.

 

0:55 Uhr: Die freundliche Stimme aus dem Lautsprecher der Freisprecheinrichtung unseres Haustelefones kreischt nach einem durchdringenden Gebimmel:

 

CHUI………CHUIII …………..CHUIIII………CHUIIIII

 

Als alter Japaner wusste ich natürlich sofort dass das Achtung heisst und was das nun sollte…………. Ich sprang im Bett auf und rannte durch die Wohnung und habe alle elektronischen Geräte kontrolliert. Ist das Gas an? Oder läuft Wasser? Ist die Toilette o.k.? Probleme mit der Heizung? Oder Sauna? Oder Bad? Alles o.k. und so legte ich mich wieder hin und überlegte nun was das wohl war. Ich war ja müde und dachte mir ‚vielleicht war das eine Fehlfunktion irgendeines elektronischen Teils’ das hier oftmals auch reden kann (unser Ofen z.B.).

Die Äuglein wurden gerade wieder schwer als ich die Türe zu unserem begehbaren Schrank knarzen hörte. Dies wurde auch gleich wieder leiser und ich konnte auch dies nicht wirklich einordnen. Gerade fielen meine Augen zu als die Türe laute vernehmliche schabe und knarr Geräusche von sich gab. Jetzt war ich hellwach. Ich dachte bloody hell was ist denn hier los? Sitzt da der Poltergeist drin oder was? Nun sass ich im Bett. In diesem Moment hörte ich die Grundfeste des Gebäudes wie sie zu arbeiten begannen.

Ja das war es: Mein erstes Erdbeben…….

Mein Blutdruck stieg ziemlich an und der Puls begann zu rasen und die Dämpferelemente, die Shockabsorber gingen laut vernehmlich ihrer Aufgabe nach. Susanne schlief immer noch ruhig neben mir.  Alle geschlossenen Türen passten irgendwie nicht mehr und gaben fürchterliche Geräusche von sich. Man hatte das Gefühl, dass sich das Gebäude dem Rhythmus der Schwingungen anpasst und dumpfe, grollende Töne kamen aus der Stahlkonstruktion hervor.

Im Handbuch für Erdbeben steht geschrieben: SOFORT Gashahn und Stromversorgung kappen – gelesen hatte ich das – aber es kam null Reaktion.

In meiner sitzenden Position war ich wie erstarrt und nun wachte Susanne von den gerade wieder leiser werdenden Holzgeräuschen auf. Sie sah mich nur fragend an und meinte: Was ist das?

Und ich meinte fast schon beruhigend: Nur ein Erdbeben!!!!

Nach Sekunden –oder waren es Minuten- war der ganze Spuk vorbei und wir haben uns umgedreht und hatten einen gesunden und ruhigen Schlaf.

 

Sayonnara

 

Jack san

 

P.S. Das Epizentrum war 100km entfernt, das Beben hatte eine Stärke von 6,7 auf der Richterskala

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23. Mai 2008 5 23 /05 /Mai /2008 00:24

Konnichi wa,

nach reiflicher Überlegung und mehereren Tagen Vorbereitung habe ich diesen Schritt gewagt:

Bus fahren

Alle haben abgeraten: der Reiseführer, Susannes Sekretärin, mehrere Kollegen, alle Weitgereisten, alle Japan erfahrenen, einfach alle.....
Aber einen Bajuwaren kann sowas halt nicht schrecken und so begann ich mit den generalstabsmässigen Vorbereitungen. Erst musste das TIC (Tourist Information Center) gefunden werden wo es lt. Reiseführer einen englischsprachigen Busplan gibt. Dieser ist sehr übersichtlich gestaltet und bereits nach mehreren Tagen Studium hatte ich das Prinzip verstanden und die Reiseroute war festgelegt. Mit der U-Bahn vom Hotel in unsere neue Wohnung und mit dem Bus zurück um den möglichen Arbeitsweg für Susanne auszuprobieren. Über Google, Nachfragen und die Reiseführer konnte ich leider nicht recherchieren woher ich ein Ticket bekomme und was es kostet. Also habe ich mich zu Fuss zum Hauptbahnhof aufgemacht und mich am Busbahnhof herumgetrieben. Dort fand ich auch die gesuchten Buslinien und wie bei uns hängen dort die Fahrpläne und Abfahrtszeiten aus - leider auf japanisch. Aber ich kannte bereits die Umsteigestelle. Nun habe ich die jeweiligen Abfahrtszeiten fotografiert und gehofft, dass diese analog den unseren gestaltet sind: Mo-Fr, Sa, Sonn-und Feiertage.

Der nächste Schritt war in die U-Bahn um die Haltestelle bei unserer Wohnung zu finden. Ich fuhr mit der Ginza Line 2 Stationen um dann in die Yarakucho Line umzusteigen. Leider habe ich keinen Transferausgang gefunden und musste nochmals ein Ticket kaufen (zu 1,60$/St.). In Toyosu habe ich den Richtigen Ausgang von 13 Möglichen gefunden und bin die 8 min. zu unserem neuen Heim gelaufen. Um die Ecke vom Haus befindet sich direkt die Haltestelle und so habe ich wieder die Fahrpläne fotografiert und mich auf die klappbare Edelstahlbank gesetzt und das GPS aktiviert.  Die verbleibende Zeit bis der Bus kommt wird in Minuten angezeigt und so konnte ich genau beobachten welcher der 4 Busse als nächster kommt – ich brauche die Nummer 16. Zuerst kommt der 15er und hält an, wartet und fährt dann wieder weiter - niemand stieg zu. Alle anderen Wartenden standen und schauten mich Sitzenden vorwurfsvoll an. Ich war mir keiner Schuld bewusst, checkte die Zeiten und den GPS Status. Dann kam der nächste Bus und wieder das Gleiche: vorwurfsvolle Gesichter…….und diesmal bin ich dann aufgestanden und habe mich brav in die Schlange der Wartenden eingereiht (ich frage mich für wen ist die tolle Klappbare Bank?). Dann kam endlich der 16er und jeder wollte mich zuerst einsteigen lassen. Dies wollte ich aber gar nicht da ich beobachten wollte wer wie viel und wie bezahlt. Und jetzt ging wieder das bekannte Spiel los: Höfliches nicken, winken, verneigen und keiner geht los…….

Irgendwann war ich dann dran und der Fahrpreis ist immer 200 Yen und dies steht auf dem Bezahlautomaten beim Fahrer auch gross drauf. 200 Yen eingeworfen und dem Fahrer fragend und auffordernd ‚Nihombashi’????? zugerufen – so stand ich nun in der immer noch geöffneten Türe. Der schaut mich nur fragend an. Ich also wieder ‚Nihombashiiii’???????????? Jetzt nickte er und die Fahrt ging los. Leider war kein Platz frei und sofort ist der GPS Empfang  zusammengebrochen. In der einen Hand das GPS, in der Anderen den Stadtplan und noch festhalten – alles kein Thema. Glücklicherweise wurde der Bus immer leerer und ich bekam einen Fensterplatz. Der Empfang des GPS wurde immer besser und als es Startbereit war brüllte die freundliche, nasale, asiatische Elektronikstimme: ‚GPS is functioning now’, worauf sich alle Fahrgäste interessiert nach mir umdrehten . Gott Sei dank dachte ich mir und habe alle Anderen ignoriert. Jetzt konnte ich am Stadtplan und am GPS unseren Weg verfolgen. Nihobashi wurde sogar für mich verständlich angesagt und so stieg ich völlig Problemlos wieder aus. Hinter mit hörte ich nun eine Stimme: ‚Nihombashiiii?????’  Ein älteres Ehepaar war mit mir ausgestiegen und hatte wohl meine Bemühungen bemerkt und in gebrochenem Englisch wurde mir nun Hilfe angeboten und der Weg gewiesen. Und ein Paar Minuten später war ich wieder im Hotel und war total happy dass es doch so einfach war.

Am nächsten Tag in der Früh war ich dann ganz selbstbewusst und bin wieder in den 16er eingestiegen um zu unserer Wohnung zu fahren. Nach 5 Haltestellen blieb der Bus dann einfach stehen und alle sind ausgestiegen. Der freundliche Busfahrer hat mich dann aufgefordert auch auszusteigen und nun stand ich bedröppelt da. Dies bemerkte er und öffnete nochmals seine Türe. Ich schaute ihn fragend an und meinte ‚Toyosuuuu???????’ Er erklärte mir auf fliessend japanisch wo ich hin muss und so bin ich seinen Handbewegungen gefolgt und habe um die Ecke eine weitere Haltestelle des 16er gefunden und wieder 200Yen bezahlt und schon bald war ich da……………..

 

Sayonara

 

Jack san

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23. Mai 2008 5 23 /05 /Mai /2008 00:22

Konnichi wa,

 

ich verlasse mein Zimmer im 32. Stock und begebe mich zum Fahrstuhl. Dort begegne ich mehreren japanischen Gästen. Ich drücke den nach oben Knopf zum 38. und sofort öffnet sich die Türe. Jetzt nicken wir uns alle zu und jeder bedeutet mit freundlichem Lächeln dem Anderen doch einzusteigen. Dieses Ritual dauert so lange, dass die Türe das erste Mal wieder zugeht. Ein schneller Griff zwischen die Türe verhindert dies gerade noch. Darauf hin beginnt das Nicken und hofliche Vorlassen von Neuem.......

Wenn das Wetter gut ist geniesst man einen atemberaubenden Blick vom 38. über ganz Tokyo und man kann auch bis in die Berge sehen. (wia dahoam!)

Die überaus zuvorkommenden Hotelangestellten wünschen mir einen schönen Tag und begleiten mich zur Türe. Dieses riesige Gebäude beeindruckt mich jedesmal erneut durch die Auswahl feinster Materialien und deren absolut perfekte Verarbeitung - eine echte Freude für mich.

Auf den Strassen und Gehwegen im Businessdistrict ist erfreulicher Weise nicht so viel los und die Luft ist recht gut. Trotzdem laufen sehr viele Japaner mit einer Staubschutzmaske herum. Angeblich wegen Allergien aber ich habe auch schon gelesen, dass viele Angst vor Ansteckung haben - vor was auch immer......

Bewaffnet mit GPS, Stadtplan, U-Bahnplan, Wegbeschreibung zum Hotel auf Japanisch einem Reiseführer und Kauderwelsch Japanisch traue ich mich aus dem Hotel. Die ersten Tage nur gerade aus in beide Richtungen und es wird mir sofort bewusst wie schwierig für einen Analphabeten das Überleben im Grossstadtdjungel ist. Ich checke erst mal gar nix!!!!

Jeden Tag werde ich nun mutiger und laufe auch die Querstrassen hoch und runter und entdecke auf diesen sehr schönen Spaziergängen so manch Kurioses.

Parken ist sehr teuer und Parkplatz ist rar. Selbst für Fahrräder und Mopeds ist dies ein Problem. Die Lösung ist ganz einfach: Überall Parkverbot für alle Fahrzeuge. Also bauen die Japaner Parkhäuser: 2 Parkwächter mit leuchtenden Stäben weisen den Weg und halten die Fussganger an. Dann fährt das Auto auf eine riesige Drehscheibe und fährt in einen Autofahrstuhl. Dort wird es automatisch in einen freien Platz gefahren und abgelegt. Wenn man es wieder haben will gibt man seine Karte ab und das Auto kommt wieder - vollautomatisch - man steigt ein fährt rückwärts auf die Scheibe - wird umgedreht und kann vorwärts wieder auf die Strasse fahren - die selbstverständlich von den Parkwächtern freigehalten und die Fussgänger angehalten werden. Clever irgendwie.

 

Dann zieht es mich ins Grüne. Der Kaiserpalast mit seinen Gärten ist nicht weit - also traue ich mich. Als erstes umrunde ich ihn, da wenn man im Kreis läuft irgendwann wieder am Ausgangspunkt ankommt! Stimmt, es hat geklappt und kaum 2 Std. später war ich wieder am Ausgangspunkt. Dort bin ich sehr vielen Joggern und jeder Menge Wachpersonal begegnet. Auch kreisen immer wieder Hubschrauber über diesem Gebiet. Leider waren alle Eingänge gesperrt und ich konnte nicht rauskriegen warum. Die Grösse und die Erhabenheit dieses Ortes ist allgegenwärtig - und sollte irgend jemand dies nicht beachten gibt es sofort von einem Wachmann Nachhilfe. Don't sit here, don't drink, don't eat, no pets allowed, don't run, no picknick, sorry no photo here, no icecream inside, no bicicles, no bikes, no cars.... everything forbidden!!!!!!

Einen Tag später konnte ich denn den Ostteil des Gartens besuchen und eine sehr nette Ausstellung die dem Fuji-san (hier heisst san Berg) gewidmet war. Ausschliesslich ein Motiv aus verschiedenen Epochen und von unterschiedlichen Malern. Der Garten ist sehr schön angelegt und es zieht jede Menge Rentner hierher um jede einzelne Blüte zu fotografieren.

 

Bei einem Besuch auf dem Markt fallen mir so leckere Sachen auf wie getrocknete Sardinen oder mini Krebse in Sesam - zum Knabbern am Abend zum Bier dazu.....

Oder es gibt einen Stand mit getrockneten Schlangen. Diese werden gemahlen (im Ganzen) und allerlei Pulver dazugegeben und dann als Brühe genossen!!!

Bestimmt lecker!!!

Hier wird es schnell zu voll und ich bin kurz davor Platzangst zu kriegen.

 

Also auf nach Akhihabara in den schrillen und lauten Elektronik Bezirk. Dort trifft man auf skurill angezogene Mädels, die wahrscheinlich von den Anime Comics inspiriert ihre Kleidung wählen. Überall wird Werbung verteilt und es gibt tolle Shops mit Dutyfree shopping in denen es alles gibt was man sich nur vorstellen kann. Ein Paradies für die Elektronik begeisterte Jugend. Hier finden sich eigene riesige Abteilungen für Handys und dann noch eigene für Schmuck fürs Telefon!!!

 

Mittlerweile traue ich mich auch U-Bahn fahren und so wird der Radius deutlich grösser. Wenn man das System einmal versteht ist es eigentlich relativ einfach. Nur das Ticket kaufen an 5 verschiedenen Automaten ist mir immer noch ein Rätsel.

 

Heute versuche ich den Bus. Alle sagen fahre nicht BUS......

 

Am Mo. ziehen wir um! Uns geht es recht gut und bis Bald

 

Sayonara

 

Jack san

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23. Mai 2008 5 23 /05 /Mai /2008 00:20

Konnichi wa,

 

ich war mir ganz sicher, dass ich nach meinem ersten Bier keinen heissen Tee bestellt hatte - oder doch? Auf jeden Fall stand dieser vor mir - statt meinem zweiten Bier......

Gestern war ich mit Susanne in einem sehr netten japanischen Restaurant um die Ecke hier. Sehr klein und anheimelig beleuchtet, also ein Ort an dem man sich sofort wohl fühlt. Wir wurden von einer bereits in die Jahre gekommenen Bedienung (später stellte sich heraus eine der Chefinen) sehr freundlich begrüsst und bekamen einen der begehrten Plätze an der langen Theke. Hinter dieser standen 2 freundliche Köche an einem Herd der so lang war wie die gesamte Theke und jedes Gericht wurde a la minute vor den Augen der Gäste zubereitet. Also genau unser Ding incl. kostenlosen Kochkurs! Zuerst kam die nette Dame und präsentierte uns die Tagesempfehlung auf einer Tafel in japanisch. Heftiges Kopfschütteln machte ihr klar - die Langnasen kapieren nix!!! Also bekamen wir eine zweisprachige Karte und mit zeigen und deuten bestellten wir ein Fischmenü und gebratene Kartoffelscheiben mit Fischmousse und Meeresfrüchte in Alufolie und für jeden 1 Bier. Als erstes bekamen wir dann geschmorte Zwiebeln in Sojasosse mit getrockneten Fischchips - ungewöhnlich - aber sehr lecker. Dann unser bestelltes Bier - eine schön eingeschenkte Halbe - auch lecker! Dann folgten saueres Gemüse und verschiedene Dips und ein Salat. Und nachdem der erste Hunger befriedigt war kamen die Meeresfrüchte in Folie. Fast schon Kunst was der Koch da vorführte und eine richtige Show. Echt super Entertainement mit welcher Hingabe jedes Löchlein in die Folie gepickst und mit welchem Schwung gewürzt wurde. Das Aroma und die Gewürze waren perfekt und alles sehr saftig. Wir haben selten so gute Muscheln und Meeresgetier gegessen! Aber wie kriegt man mit Stäbchen die traumhafte Sosse aus der Folie? Und Reis hat man auch keinen zum Mischen weil der erst zum Schluss trocken genossen wird zusammen mit der am Schluss servierten Misosuppe!?

Sodann war mein gebratener Mixgrillfisch fertig, und glaubt mir es ist eine Herausforderung mit Stäbchen einem Scampi den Schwanz rauszudrehen und den Kopf irgendwie auch noch. Ich habe die bayrische Variante nach erfolglosen Versuchen genommen: die Pratzen! Unter grösstem Missfallen meiner Gattin! Auch nett ist es dem Fischfilet die Haut abzuziehen......


Wir haben alles bewältigt und es war ein hervorragendes Abendmahl und ich hätte doch noch so gerne ein Bier gehabt.......

Es ist nicht üblich nach dem köstlichen Tee noch sitzen zu bleiben und so sind wir dann zum Ausgang an dem auch die Kasse ist und haben doch sehr zufrieden und satt und nüchtern diesen wunderbaren Ort verlassen.

Essen und insbesondere trinken in Japan ist viel gesünder als bei uns da die Wirte die volle Verantwortung für die Gäste übernehmen! Zuviel ist halt nicht gesund.

In der Anlage findet ihr noch Fotos von einem Wallokal die es ja angeblich nicht gibt und die Walfänger sind ja nur zu Forschungszwecken unterwegs! Dies werden wir nicht testen!!!!

Und Weissbier in Dosen -und sollte es doch mal mehr werden steht das auch noch in Blindenschrift drauf! Schmeckt übrigens super!

 

So das wars und viele Grüsse

 

Jack san

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23. Mai 2008 5 23 /05 /Mai /2008 00:17

Konnichi wa,

 

wie Ihr den Fotos entnehmen konntet besteht Tokyo aus einem Hochhaus Häusermeer. Alle die mich kennen wissen wie gerne ich mich in grösseren Höhen aufhalte. Ihr könnt euch also vorstellen wie wohl ich mich im 32 Stock fühle - wobei ich zugeben muss, dass es nicht so schlimm ist wie befürchtet da man wie beim Fliegen bereits den Bezug zum Boden verliert.

Hier also die Vorgaben für unser Vermittlungsbüro:

 

max. 8. Stock

3 Zimmer

Balkon

Garage

U-Bahnnähe

Einbauküche

kein Teppichboden

Süd-West-Lage

 

Dies stösst hier auf Unverständnis:

1. je höher desto besser und teurer

2. sie bevorzugen die Nord-Ost-Seite weil im Sommer kühler

3. auf einem Südbalkon ist es zu heiss (wir können es noch nicht beurteilen da wir die 6 Wochen heiss und schwül noch nicht erlebt haben)

 

 

Der Wohnungsmakler und die Personalchefin von Susanne haben uns mit dem Auto abgeholt und dann ging es los in die Grossstadtschluchten.

Alle Wohnungen die wir besichtigt haben hatten keine Heizung.(im Winter hat es aber 0°C!) Die Klimaanlage konnte man aber anders rum laufen lassen zum Heizen. Fast alle hatten aber nur ein Klimagerät für die ganze Wohnung - also schwitzen im Sommer und frieren im Winter ist angesagt. Von den Energiekosten wollen wir gar nicht reden.

 

Die Wohnung für die wir uns entschieden haben hat eine Fussbodenheizung und dies war auch der entscheidende Punkt. Und die Garage.............

 

Die Wohnung ist in Toyosu -einem Neubaugebiet- in der Tokyo-Bay. Das Gebäude ist ein 52 Stockwerke hoher Wolkenkratzer und wir sind im 3. Stock.

.Erstbezug.  Südbalkon . Garage. 3 Zimmerchen. Holzboden. U-Bahn Anschluss.

sehr hoher Sicherheitsstandard. Rezeption wie im Hotel. Internet incl.

 

Das Wohnzimmer geht nach Süden und hat eine offene Küche. ca. 15m²

Das Schlafzimmer hat ca. 7 m² und einen begehbaren kleinen Kleiderschrank

Das 3. Zimmer ist leider sehr klein und wir müssen es auch als Kleider und Aufbewahrungsraum nehmen und es hat nur ein Fenster zum Flur. 5 m² gross.

 


Es sind 2 riesige Einkaufszentren in Gehentfernung und ein Baumarkt. Einige Restaurants und ein Hundegehege mit Hundefriseur!!! (Dackel sind die grössten Hunde)

 

Uns stört ein wenig, dass alles neu ist und nicht gewachsen und nach amerikanischem Vorbild. Aber man kann halt nicht alles haben. Das Flair von downtown und nicht frieren!

Jetzt sind wir am Möbel und Equipment organisieren und der Vertrag muss noch fertig gemacht werden. Einen Einzugstermin haben wir leider auch noch nicht. Aber wir werden sehen und berichten......

 

Sayonara

 

Jack san

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23. Mai 2008 5 23 /05 /Mai /2008 00:13

Konnichi wa an alle,

 

uns geht es recht gut und das Wetter ist heute super. Ich war mit kurzärmligen Hemd unterwegs und bin 4 Std. in Akihabara (dem Elektronkdistrikt) herumgelaufen und habe versucht ein Ladegerät für den Rasierapparat zu besorgen. Die Japaner sind wirklich sehr hilfsbereit und so wurde ich von Pontius bis Pilatus geschickt - aber leider ohne Ergebnis. In diesem Viertel kann man Computer und alles an Elektronik kaufen was man sich nur vorstellen kann - aber keinen Charger für 2,8 V!!!!

Es gibt eigene Läden für Manga Videos und diese werden lautstark beworben und jede Menge Herren zieht es dort hin. Daneben finden sich eigene Shops für Spielekonsolen nebst Equipment und welche nur für Spiele DVDs. Der Lärm der Werbung ist ohrenbetäubend und so bin ich jetzt wieder froh im 32. Stock im ruhgen Zimmer angekommen zu sein.

Heute möchte ich noch über die sensationellen japanischen Klosets berichten. Diese sind vollelektronisch gesteuert und haben eine Kommandozentrale, mehrere LEDs für den Betriebszustand und selbstverständlich eine stufenlos beheizbare Klobrille. Ferner ist dieses Wunder an Technik mit einer regulierbaren Abluftanlage, einem dosierbaren Duftspender, einer Popowaschanlage mit 3 steuerbaren Düsen (Intensität und Strahlrichtung) und natürlich mit einem Warmluftfön ausgestattet. Für den Nutzer ist eine leicht verständliche Bedienungsanleitung auf japanisch aufgeklebt und das Bedienpanel ist durch sich selbst erklärende japanische Zeichen erklärt. Also null Problemo!

Da sitzt du nun und voller Erwartung probierst du einen der Knöpfe aus........und es macht splash.....aus einem Lautsprecher!!!!! Also nimmst Du allen Mut zusammen und drückst den nächsten Knopf.......Glück gehabt es war die Spülung.....

In der Anlage findet ihr zur Veranschaulichung ein Paar Bilder. So eine Klobrille kostet übrigens 500$ im Austausch.

So ich gehe jetzt zum Abendessen und ich werde wieder berichten wie es mit der Wohnung aussieht - ich finde gar nicht schlecht.......

 

Sayonara

 

Jack san

 

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22. Mai 2008 4 22 /05 /Mai /2008 23:33

Konnichi wa,

 

ich bin gut angekommen und jetzt wieder online.

Die letzten Tage waren ganz schön stressig und ich war mit Abschied feiern und den letzten Reisevorbereitungen beschäftigt. Es hat aber alles bestens geklappt. Der Flug war angenehm und ruhig.

Jetzt sitze ich im 32. Stock in unserem super Luxus Hotelzimmer mit Blick über ganz Tokyo.

Die Zeitumstellung macht mir noch zu schaffen - Nachmittags bin ich müde und Nachts wach.....

aber ich hoffe dass sich das die nächsten Tage legt. Gestern bin ich nach Ginza gelaufen und es hat dann fürchterlich zum schütten angefangen, so dass ich meinen restlichen Tag im Zimmer verbracht habe. Abends bin ich mit Susanne dann zum Italiener gegangen und habe für schlappe 9Dollar ein  Bier getrunken (nur eins!)- warum auch nur? Das Essen war sehr gut und die Bedienung äusserst zuvorkommend. Unter Tags kann man im Supermarkt einen Salat oder einen Snack kaufen und die Stäbchen gibt es an der Kasse gleich dazu. Die Lebensmittel sind allerdings unverschämt teuer (1 Schale Erdbeeren 5 Dollar). 1 Dose 0,33 Ltr. Asahi Bier kostet 1,38 Dollar - also ca. das Doppelte wie bei uns.

Heute ist es sehr warm und ich bin um den Kaiserpalast herum gelaufen. Besichtigen kann man ihn leider nicht, aber man bekommt einen guten Eindruck wie ehrwürdig und erhaben all dies ist.

Meinen ersten Verkehrsunfall habe ich auch live miterlebt: Ein Auffahrunfall mit ca. 25km/h - ein Lexus fuhr genau vor den Augen der Polizei einem Kleinbus auf. Niemand hat reagiert!!!!! Ist also egal!!!!

Jeder hat so getan als wäre nichts passiert!!!!

Oder ein Kurierfahrer mit einem voll Carbonrad (Fa. Karma)stellt dieses vor dem Einkaufscenter ab - ohne es abzusperren - und liefert seine Dokumente ab. So ehrrlich sind die hier noch!!!! Aber wahrscheinlich liegt es am Namen des Rades.

So jetzt koche ich mir noch einen grünen Tee und gehe dann Abendessen einkaufen.

Viele Grüsse aus dem Land des lächelns

Sayonara

 

Jack san

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