Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
Konnichi wa,
Udo Jürgens fällt mir immer wieder ein wenn ich wiedereinmal so ein freundliches Zettelchen der Nachbarn oder der Hausverwaltung in Händen halte. Gestern erst hatten wir an unserem Schirm, den wir zum Trocknen an den Zeitungshalter draussen vor der Haustüre aufgehängt hatten einen:
„Das hinhängen von Schirmen ist zu unterlassen, da der Fussboden verunreinigt wird“
Hmmmmm – wenn ich das triefende Trumm mit in die Wohnung nehme was passiert denn dann???
Die Geschichte fing aber kurz vor einem Jahr an als ich mein Motorrad bekam. Wir hatten mit dem Vermieter und dem Makler besprochen, dass wir auf unseren für 27500 Yen/Monat angemieteten Autoparkplatz bis zu 2 Moppeds parken dürfen. Also hat sich der Jack wie ein Schneekönig gefreut und sein Allerheiligstes auch auf den güldenen Platz gestellt.
Am nächsten Tag war folgender Zettel auf der nagelneuen Sitzbank mit Tape draufgeklebt:
Am darauffolgenden Tag erneut und wieder durfte ich mit hochrotem Kopf und kurz vor dem Platzen den Klebstoff mit Nagellackentferner wegrubbeln.
Also sofort alle Beteiligten informiert und Trouble ohne Ende gemacht. Schliesslich stellte sich heraus, dass in der Hausordnung steht, dass auf Autoparkplätzen nichts anderes stehen darf als Autos.
Und was nutzt schon eine mündliche Zusage unter 3 Zeugen? Grrrrrr…….
Es dauerte nicht lange und wir hatten ein Zettelchen an unserer Türe kleben:
Erst nur auf Japanisch, dann in Englisch und Japanisch und dann in Rot und mehrsprachig. Susanne raucht wirklich nicht viel. So ein oder zwei Feierabendzigaretten am Balkon draussen und ein kühles Glas Weisswein dazu, sind auch ein Genuss mit Blick auf die Rainbowbridge und bauen schnell den Stress ab. Und nun das.
Also stellten wir unsere gemütlichen Kanaster Abende ein und nutzten den Balkon wie alle Anderen – nur noch zum Wäschetrocknen und Susanne steht seither zwischen Wohnung und Balkon auf der Schwelle. Dies ist die selbst geschaffene Friedenszone. Draussen verboten. Drinnen verboten. Aber dazwischen??????
Letzte Woche war dann das Mass voll als erst mein Hinterrad vom Fahrrad einen satten Achter hatte, den jemand wohl verursachte als er sich an meinem Rad vergriff und dann noch die Fristsetzung zur Endlösung mit dem Motorrad ins Haus flatterte.
Wenn es um meine Zweiräder geht hört für mich echt der Spass auf! Und so ist es beschlossene Sache wir ziehen aus! Und zwar in eine Garage mit angebautem Wohnzimmer, die bikerfreundlich ist und in der nicht lauter überkanditelte Leute wohnen, die ihren Status raushängen lassen müssen. Und dann gibt es auch niemanden mehr, der den heiligen Marmor mit seinen Motorradstiefeln entweiht....
Sayonara
Jack san
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