Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
Konnichi wa,
über einen Eintrag im Forum Embjapan kam ich mit einigen Anderen Deutschen in Kontakt und lernte erstmal per Homepage Tabibito kennen. Übersetzt heisst das der Reisende und er hatte die Idee einen Bloggergipfel ins Leben zu rufen. Zum diesjährigen 2.Gipfeltreffen hatte ich die Ehre auch geladen zu sein und so machten Susanne und ich uns auf den Weg nach Sagamiko. Ein sehr schön gelegener Gebirgssee ca. 1 Std. mit der Chuo Line entfernt von Tokio in Richtung Fuji. Blueschi, auch ein Deutscher und seine japanische Frau Akiko waren so nett und hatten in Ihr in der Nähe des Sees gelegenes traditionelles Haus eingeladen. Zum Grillen. Am Abend gab es als Programm das alljährliche Feuerwerk am See.
Wir trafen uns mit Tabibito am Tokio Hauptbahnhof und mit dem Rapid waren wir schnell vor Ort. Dann mit dem Taxi in unser im Wald hübsch gelegenes Übernachtungsquartier und per Pedes die steile Strasse hinab zum Häuschen. Ein gepflegtes, im typischen Stil erbautes Holzhaus, quadratischer Grundriss und mit diesen schön gestalteten Dächern versehen waren wir wirklich begeistert. Der Garten mit erhöhter Terrasse und gerade neu gebautem Sichtschutz sehr heimelig gestaltet. Im Kinderplanschbecken die Eisblöcke und Getränke und der Grill war bereit.
Einen besseren Ort zum Schwätzen und Beisammensein könnte man sich nicht vorstellen.
Ausnahmsweise waren wir bei den Speisen diesmal richtig Deutsch und es gab Kartoffelsalat, Nudelsalat, Meggle Kräuterbaguette, richtige Bratwürste, allerlei Fleisch, Spiesschen, Fisch und Gemüse. Irgendwie genossen wir das alle und die anwesenden Japanerinnen hatte ich den Eindruck auch. Es waren doch einige dem Ruf gefolgt und teils mit öffentlichem Verkehr oder Motorrad angereist. Mancher mit Frau oder Freundin.
Und so entwickelten sich rund ums Thema interessante Gespräche und es war toll sich mal mit Anderen diesbezüglich austauschen zu können. Der Abend war feucht fröhlich und das Feuerwerk sollte ein echtes Highlight werden. Lustig wie sich die Einheimischen freiwillig in den Stau an der Uferstrasse stellten um das eineinhalbstündige Spektakel zu erleben. Sogar die Scooterfreaks und Biker liessen ihre schrillen Gefährte nicht stehen und cruisten durch den Stau.
Natürlich wurde es später – wie immer und wir traten in der völligen Finsternis den Weg zur Bockhütte an.
Susanne hatte eine schlaflose Nacht hinter sich. Einmal weil die Drei besoffenen Männer geschnarcht haben wie die wilden Bären und zum Anderen ist Zemi wieder da. Mit dem Morgengrauen erwachen Millionen der grossen fliegenähnlichen Insekten und beginnen mit ihrem Gesang:
Nach einer Katzenwäsche frühstückten wir noch zusammen bei Blueschi und dann wieder mit dem Zug retour in die Hitze der Glas und Betonwüste Tokios. Und mit einem tränenden Auge blickten wir zurück.
Sayonara
Jack san
Neue Bilder gibt es unter ‚Bloggergipfel’