Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
Konnichi wa,
ich würde sagen die Luft ist nass.

Es regnet eigentlich nicht und trotz Schirm sind wir in kürzester Zeit feucht. Die Luftfeuchtigkeit beträgt nun bereits seit einer guten Woche um die 85% und somit hat die Regenzeit begonnen. Gut dass es trotzdem nicht kälter als 23°C wird und meist haben wir so 25 – 26°C. Die Sicht auf die Rainbow Bridge oder auf die Skyline ist allerdings eher mies und es ist wie wenn wir uns in einer Wolke befinden würden – fast wie Nebel. Das wird wohl so insgesamt 6 Wochen anhalten bei täglich steigenden Temperaturen……..

Gestern hatte es zusätzlich fürchterlich geschüttet und so flüchteten wir ins Tokyo Metropolitan Museum of Photography in Ebisu und schauten uns die Ausstellung zum World Press Photo of the Year an. Fototechnisch brillante Meisterwerke, die eine Aussagekraft nur durch das Motiv selbst haben und teils in schwarz-weiss noch intensiver wirken. Andererseits bedrückend.
Leider viele Bilder von Katastrophen und Mord und Totschlag des letzten Jahres – aber auch witziges von Obama z.B. beim Sporteln und sehr schöne Naturfotos. Besonders die raren Bilder des Schneeleoparden hatten es mir angetan für die der Fotograph sage und schreibe 5 Monate Geduld aufbringen musste um zum Erfolg zu kommen. Wenn auch mit modernster Technik ausgestattet eine echte Leistung.
Am Abend machten wir es uns gemütlich und holten uns vom Tsutaya, unserem Musik und Videoverleih gegenüber einen Film über eine Sterneköchin in den USA. Gut, dass wir selbst zuvor feinen, uns unbekannten Salat mit süssem Mais, rosa gebratenem Rindfleisch mit Knoblauchbutter und Kartoffelscheibchen dazu gefuttert hatten! Sonst kann man so einen Film nicht ansehen.
Am Freitag waren wir mit Andreas und seiner philippinischen Frau Melruth im japanischen Restaurant in Nihombashi und wurden dort auch bestens versorgt. Mit den Beiden haben wir glaube ich nette Bekannte gefunden, mit denen man mal um die Häuser ziehen kann. Susanne hatte sie bei der Einladung zum Sommerfest des deutschen Botschafters kennen gelernt. Nach einigen Bierchen hätten wir fast das nach Hause gehen vergessen. Und dann spannten wir wieder unseren Schirm auf und liefen in Richtung Taxi, das uns durch die sich in der nassen Strasse spiegelnde Lichterwelt nach Hause fuhr.
Sayonara
Jack san
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