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Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.

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Flucht ins Museum

Konnichi wa,

 

der Wetterbericht verhiess schon nichts Gutes – aber was dann kam hatten wir nicht erwartet. Es schüttete 3 Tage lang unaufhörlich. Und wenn ich sage schüttete meine ich das wörtlich! Wie aus Eimern und dazu noch ein satter Wind, der das Ganze in eine Art Spray verwandelte. Den ersten dieser Tage verbrachte ich zu Hause beim Schreibkram erledigen und Susanne im Büro, das sie mit Gummistiefeln und Regenmantel aufsuchte. Den 2. Regentag fiel mir dann der Himmel auf den Kopf und ich machte mich trotz Allem auf und besuchte das Mirukan genannte Science and Technology Museum ganz in der Nähe in der Tokyo Bay. Von Aussen beeindruckte mich bereits die Architektur und die riesige im Raum schwebende Weltkugel, die sich realitätsnah dreht und die Farben wechselt wie in der Evolution geschehen. Innen löste ich ein Ticket am Automaten und ich ignorierte die aktuelle Terminator Ausstellung und fuhr über ewig lange Rolltreppen in den 3. und danach in den 5. Stock. Drinnen schrien aus vollem Halse gerade ca. 100 Kinder nach Asimo, dem humanoiden Honda Roboter, der sogleich erschien und eine tolle Vorführung seines Könnens gab. Schon super was er kann – aber wir können alles noch immer besser.

Ein reales Internet Modell fand besonderen Anklang und ich war begeistert ob dieser Idee die Bits als Kugeln über Transportwege zu senden und am anderen Ende meinem Kumpel eine Mitteilung zu machen. Klasse! Überall Roboter und fleissige Damen führten diese vor und wurden nicht müde alles zu erklären. Viel auch auf Englisch. Medizinischer Fortschritt ebenso wie Weltraumtechnologie werden dem Besucher nähergebracht. Man kann bei statistischen Erhebungen teilnehmen und die Antworten werden mit lautem Knall an die Decke projiziert, dass auch alle sehen was man gerade geantwortet hat. Nicht sehr diskret – aber war mir echt egal und ich habe meine nicht angepasste Meinung kund getan und die Japaner haben mich ganz erschreckt angesehen. Nahe an der Revolution. Danach ging es auf dem Heimweg noch ins Toyota History Museum in dem alle Exponate in Ihrer historischen Umgebung ausgestellt werden. Da fühlte ich mich zu Hause und am Liebsten hätte ich dem einsamen Mechaniker, der gerade einen E-Type restauriert geholfen. Toll diese Garage im Museum und ich werde sicherlich bei freiem Eintritt und Öffnungszeiten bis 21:00 Uhr immer wieder vorbei schauen wie es dem Restaurierungsobjekt geht.

Am 3. Tag der Sintflut hatte Susanne frei und wir gingen zusammen zuerst zum Honda Showroom und danach in das Tokyo Edo Museum in dem die Geschichte der Stadt erläutert wird. Vorbei an der Sumo Arena dem Kokugikan erschlägt einen dieses monströse Bauwerk schier. Es steht auf gigantischen vier Säulen und oben drauf ist eigentlich dann ein riesiges Haus mit Walmdach gebaut. Seltsame, moderne Architektur und ganz schöne Platzverschwendung. Drinnen stehen wir erst brav um die Karten an um dann zusätzlich einen kostenlosen Kopfhörer samt MP3 Player  auf Englisch gestellt zu bekommen. Supi! Und dann bekam der Jack erstmal Hunger und wir futterten leckeres japanisches Hühnchen und Misosuppe mit Aussicht auf die Stadt und den Kokugikan. Gestärkt gings dann über die sehr schön nachgebaute Nihombashi Brücke hinein und wir bewunderten die vielen Miniaturen und Modelle, die bis ins letzte Detail liebevoll nachgebaut wurden. Automatisch läuft dazu jeweils der Player an und erklärt genauestens die Geschichte. Originalgetreue Holzhäuser und die Zeit des Krieges werden gezeigt ebenso wie die Zeit der Samurai. Leider ist die Darstellung des 2. Weltkrieges sehr einseitig und Pearl Harbor und die Agression der Japaner wird totgeschwiegen. Die Amis sind die Bösen. Besonders sei erwähnt, dass es für Blinde einen eigenen Bereich gibt – alles zum Anfassen und faszinierend gemacht. Viele Einheimische und ein Paar Touristen waren die Besucher und auf den Bänkchen zum Ausruhen schlafen sich die Japaner aus. Zu Hause haben sie ja keine Ruhe……

 

Sayonara

 

Jack san

 

Neue Bilder gibt es unter ‚Aktuell’ , ‚EdoMuseum’ und ‚ToyotaHistory’

 

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