Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
Neben uns liess sich eine nette brasilianische Familie nieder und begann ein mickeriges, vielleicht 1m breites Zelt als Sonnenschutz für die Kinder aufzubauen. Noch nicht ganz fertig zusammengebastelt konnten sie dann gleich wieder abbauen, da der sehr freundliche Parkaufseher ihnen gebot dies zu tun. Alle Verhandlungen erwiesen sich als Zwecklos, da in der Nutzungsordnung des Parkes dies verboten ist. Ebenso wie alle Arten von Spielen und auch Alkohol und offenes Feuer. Rauchen darf man nur in ausgewiesenen Bereichen.
Am Samstag fuhren wir von langer Hand geplant nach Yokohama und besuchten das dortige Chinatown und meine Gattin lud mich in den einzigen ‚Biergarten’ weit und breit ein. Wir ergatterten einen der sechs Sitzplätze und liessen uns das angefrorene Tsing Tao Bier schmecken. Die Sonnenstrahlen quälten sich durch die Häuserschluchten und wärmten uns in dem noch ganz schön kalten März Ende. Zum Geburtstag bekam ich von Susanne Karten für das K1 Schwergewichtsfinale im K1-Boxen. Dabei tragen die Kämpfer wie bei uns Boxhandschuhe – aber keine Turnschuhe und dürfen zusätzlich mit den Füssen und Knien zuschlagen. Ganz schön gefährlich und aber gerade deshalb auch besonders Interessant. Welch ein Hochgefühl einen Sammy Schilt, den 3- fachen Weltmeister live erleben zu dürfen und nicht nur von Deutschland aus in der Glotze. Wir waren begeistert. Die Kämpfe waren zwar nicht alle hochkarätig, aber es gefiel uns sehr. Welch ein Hallo als der japanische Kämpfer auch noch den goldenen Gürtel nach Verlängerung umgelegt bekam.