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Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.

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Urlaub

Konnichi wa,

 

ja – Urlaub ist etwas ganz besonderes in Japan. So wie der Schnee. In der wochenlangen Vorbereitungsphase unseres knapp 2 tägigen Urlaubes wurde ich mit allem Ernst gefragt ob ich denn auf dem besonderen, japanischen Schnee auch Auto fahren könne. Schliesslich ist das ja mein erstes Mal! Soviel wieder einmal zum Selbstverständnis der Japaner.

Der Ablaufplan von Rika–san der Chefsekretärin des ‚Mandarin Oriental’ Direktors Christian Hassing war minutiös vorbereitet und durchgeplant worden. Wir trafen uns am Inlands Flughafen ‚Haneda Airport’ um 8:00 Uhr an der Uhr Nummer 3 und es war in unserem Handout selbstverständlich ein Lageplan dieser Uhr angeheftet. Tatsächlich konnten alle diese weithin sichtbare Uhr finden und nur der Chef kam ein wenig zu spät.
Susanne hatte in ihren Taschen den tragbaren Ascher und ein Mäppchen vergessen und wurde so gleich mal am
Security Check komplett gefilzt. Dann ging alles wie am Schnürchen und wir bekamen unsere Gruppentickets und  nach einem angenehmen Flug mit der ANA, der japanischen Airline erreichten wir 1,5 Std. später ‚Chintose Airport’ auf der Insel Hokkaido.
Der hagere von uns engagierte Fahrer erwartete uns bereits mit einem Schildchen mit dem Namen des Bosses darauf und ab ging es in die fast unwirkliche, weisse und sonnige Winterlandschaft mit einem Toyota Allrad-Bus. Richtung Sapporo zum Snowfestival waren wir auf schneebedeckter Strasse unterwegs. Hier wird nicht gesalzen und gestreut – aber es sind jede Menge Fahrzeuge im Winterdienst unterwegs. Das Wetter schlug allmählich auf der nur 45km langen Strecke um und unversehens befanden wir uns mitten im heftigsten Schneetreiben – keine 10m Sicht. Erstes Highlight sollte die Eisfiguren Ausstellung in der Stadtmitte sein mit internationalen Teilnehmern und Kontest. Leider waren die wundervollen, kunstvoll gestalteten Eisskulpturen total verschneit und durch den starken Wind und Schnee suchten wir das Weite und besuchten eine Suppenküche in der berühmten Soba-Nudel-Strasse. Lecker und warm – aber sehr eng. Stichflammen aus der Pfanne erhellten und erwärmten immer wieder den Raum, den wir gar nicht wieder verlassen wollten – aber der Zeitplan trieb uns weiter.


Ab in den Bus und weiter in Richtung unseres Quartiers für die Nacht, dem berühmten ‚Windsor Hotel’ in dem der G8 Gipfel statt fand. Die Fahrt zog sich bei diesem Wetter ganz schön hin und wir erreichten trotzdem wohlbehalten – aber etwas später als geplant das Luxusdomizil. Zwischendurch eine wohl kalkulierte Pinkelpause mit Shopping Gelegenheit – natürlich. Ein richtiges Empfangskomitee  erwartete uns und nach dem Check-in im Fahrstuhl auf dem Weg nach oben bekamen wir eine Hausführung durch diese atemberaubende Lokalität. Dies ist die Suite in der George Bush residiert hat, hier waren die G8 Gespräche – dort die Dolmetscher, hier die Security, dies ist unsere Presidential Suite, das unser Restaurant Nummer 9 usw…..

Überraschender Weise war die Kleiderordnung sehr leger und ins französische 3 Sterne Lokal von ‚Michel Bras’ durfte ich ohne Krawatte und Jacket – kaum zu glauben! SUPER Futter - in ich weiss nicht mehr wie vielen Gängen serviert und ein unauffälliger, perfekter Service, der so nett war wie bei Muttern zu Hause. Ein Abend zum niederknien.

Nach einem tiefen Schlaf in unserem flauschigen Bett,  im gemütlichen Zimmer erwachten wir sehr früh am Morgen. Per Knopfdruck vom Bett aus öffneten sich die Vorhänge und ein atemberaubender Ausblick auf eine verschneite, vulkanische Winterlandschaft im Morgengrauen versetzte uns in Verzücken. Der darauf folgende Sonnenaufgang und unser morgendlicher Spaziergang durch die Winterlandschaft – unbeschreiblich schön. Frühstück mit Blick auf den Wintertraum. Susanne italienisch – ich französisch, diesmal ohne rohe Schnecken – Gott seis gedankt!


Die Anderen waren während dessen im hauseigenen Hot Spring und liessen sich bereits so früh schon  bei 43°C durchgaren und erfrischten sich danach im Schnee. Leider nur die Herren – denn hier herrscht Zucht und Ordnung. Die Damen kommen dann im Wechsel später dran. Wer tätowiert ist hat eh keinen Zutritt – so hält man sich die Mafiosi aus dem Hotel.

9:00 Uhr Abfahrt wieder in Richtung Sapporo und Besuch des weltberühmten Snowfestivals. Die Armee wird hier in Tausendschaften eingesetzt und schaufelt und baggert riesige Schneeskulpturen mitten in die Stadt. Disneys Micki Mouse ist ebenso zu bestaunen wie Adler oder gigantische Schwimmer. Alles unglaublich! Sonnenschein begleitete uns auf dem Weg Richtung Flughafen und im 36. Stock des JR Hotels hatten wir noch einen kurzen Lunch mit Sashimi, Reis mit Rogen und Miso-Suppe.  Wir kauften natürlich wie hier üblich für die daheimgebliebenen noch die besonderen Süssigkeiten aus Hokkaido, die mit der besonderen Butter und der besonderen Sahne hergestellt waren und kamen noch an diesem besonderen See vorbei, der nie zufriert und man eine besondere Lizenz zum Schwimmen benötigt.  Ein besonderer - japanischer Urlaub, minutiös geplant und in nur 36 Std. total erholt – im Schweinsgalopp……….

 

Sayonara

 

Jack san

 

- Neue Bilder gibt es unter ‚Aktuell’  und ‚Hokkaido’ –

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D
Gut, dass du dich noch mal im Forum gemeldet hast - sonst wäre ich womöglich nie auf deinem Blog gelandet. Interessante Geschichten und tolle Fotografien! Da bekomm ich richtig Lust, Tokyo zu meinem nächsten Reiseziel zu machen :)
Antworten
J
<br /> Hi Daniel, ich bin echt froh, dass ich das Thumbs Problem endlich gelöst habe. Wenn Du kommst kann ich gerne behilflich sein und ein wenig Sightseeing ist auch kein Thema! SG Jack<br /> <br /> <br />