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Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.

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Hunger.....

Konnichi wa,

 

ich habe Hunger. Meine Frau kennt diesen Zustand nur zu gut und hält bereits Ausschau nach Abhilfe. In diesem Zustand bin ich ungeniessbar, unflätig, ungeduldig, hippelig, überhaupt nicht gut drauf, unansprechbar, mit mir ist nichts mehr anzufangen – es ist schlichtweg die totale Katastrophe.

Dank meiner allerbesten Hälfte ist bereits die Richtung eingeschlagen und wir steuern auf einige Restaurants ganz in der Nähe zu. Wenn man so einige Jahre verheiratet ist, kennt man sich doch bereits etwas näher und Susanne checkt ab wann ich wie viel zu mir nehme und in welchen Abständen. So lässt sich mit weiblicher Logik und entsprechendem Logarithmus der Zeitpunkt der nächsten Nahrungsaufnahme ziemlich exakt berechnen!

Zunächst laufen wir an einigen (ja mehreren) Italienern, Indern, Hotto Motto (der japanische Mac Donalds) ,Japanern und an ein Paar Suppenküchen vorbei. Wie Eingangs erwähnt ist meine Geduld in dieser präkeren Situation nicht mehr sehr gross und so entscheiden wir uns für die nächst beste Suppenküche. Von Aussen sieht das Restaurant sehr ansprechend und einladend aus und wir werden am Eingang vom Personal und allen Gästen auch sofort in Augenschein genommen.

 

Hunger – also nix wie los.

 

Da stehen wir nun. Total planlos und keine Ahnung wohin und wie wir hier was zu essen bekommen sollen. Gott sei dank kommt hinter uns nochmals ein Pärchen und wir beobachten deren Verhalten. Sie gehen zu einem Automaten – ähnlich einem Zigarettenautomaten – und werfen Geld ein, stecken einige Geldscheine hinein und drücken mehrere Tasten!!!!?????


Aus dieser Maschine kommen nun Bons heraus und mit diesen gehen sie zum Tresen und geben sie dem freundlichen, gepflegten Barmann. Sogleich wird ihnen ein Tisch zugewiesen und sie nehmen Platz. Na denn mal los: Das Prinzip hatten wir erkannt und wir begannen das Geld raus zu kramen und fütterten den Automaten. Nur welche der Tasten sollten wir drücken? Ois japanisch!!!! Dann haben wir an der Wand Photos entdeckt mit Nummern drauf und haben dann die entsprechende Taste gedrückt und es kam auch ein Bon raus. Nun nur noch zum netten Kellner und schon hatten wir einen Tisch.

Das Essen kam auch prompt und sah sehr appetitlich aus. ABER – am Nachbartisch das Pärchen hatte ein schönes, frisches Bier dazu – und wir nicht. Also nicht schüchtern: „ Excuse me do you speak english?“ Und wir hatten Glück und die Lady sprach fliessend Englisch und hat gesagt, dass man nur Geld in die Maschine stecken muss und eine Taste drücken – sodann kommt auch ein Bon raus……..

Unser fragendes Gesicht könnt ihr euch vorstellen. Welche der nur in japanisch beschrifteten Tasten sollten wir um Himmels willen drücken? Aber wir hatten abermals Glück und die Dame erkannte unser Problem und bot sich an mit Susanne zum Automaten zu gehen. Und so hatte meine Frau wieder einen idealen Ehemann: Zufrieden, glücklich, entspannt, aufmerksam, einfühlsam………….und satt.

 

Sayonara

 

Jack san

 

 

P.S. Die Bilder des Automaten und die Speisekarte könnt ihr unter ‚Futter’ ansehen  

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