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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
/////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet
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Tokyo Metro Plan

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8. Juni 2009 1 08 /06 /Juni /2009 03:31
Konnichi wa,

mein Suzuki Chefmechaniker Ken und seine Frau Keiko fragten uns beim Korean BBQ ob wir denn mit zum Konzert des hier sehr berühmten Gitarristen Kotaro Oshio gehen möchten. Keiko ist im Fanclub und bekommt so verbilligte Karten weit Vorne. Wir hatten ja erst mal gar keine Ahnung wer das so ist und sie liehen uns ein Paar CDs aus. Seither hören wir fast jeden Abend als kleine Nachtmusik den virtuosen Klängen des Gitarrenmeisters zu vor wir die Äuglein schliessen. Keiko hatte uns eine Anfahrtsskizze zugesandt und den obligatorischen Verbindungsplan für U-Bahn und Zug und so machten wir uns in die Stadt Machida auf. Der Plan funktionierte auf die Minute genau und so erreichten wir das Ziel nach ca. 1 Std. Fahrt. Machidas Bahnhof ist sehr geschäftig und wir schauten uns noch die Umgebung ein wenig an. Sieht genauso grau und nach Glas – Beton aus wie der Rest hier. Aber wir fanden den vereinbarten Treffpunkt und nach ein Paar Minuten durch den Nieselregen erreichten wir mit nassen Füssen die Konzerthalle. Gut, dass wir Dolmetscher dabei hatten, da die Karten komplett auf Japanisch waren und wir nichteinmal die Reihe lesen konnten. Der Saal sieht aus wie ein grosses Kino und im Hintergrund gibt es auch eine Leinwand um Lichteffekte darauf zu projizieren. Binnen Minuten war auch der letzte Platz besetzt und mit etwas Verspätung ging es los. Unter tosendem Applaus betrat Kotaro die Bühne und legte gleich mit einem seiner bekanntesten Stücke los:
Die Anwesenden flippten gleich aus und ungewöhnlich für hiesige Kultur erfolgten richtige Gefühlsausbrüche und laute Zwischenrufe der Begeisterung. Nach dem ersten Lied klatschten alle heftig in die Hände – genauso wie wir. Oder eben nicht genauso. Mir fiel auf, dass besonders die weiblichen Anwesenden sehr seltsam in die Hände klatschten. Mit weit gespreizten Fingern wurden beide Arme aufeinander zu bewegt und nur die Handflächen berührten sich, da die Finger stark überstreckt waren. Das sah mehr wie komisch aus und amüsierte mich doch sehr. Oshio-san steigerte sich noch beträchtlich und zum Mitsingen gab es dann ‚Smoke on the water’ und Na na na na – wie bei uns im Fussballstadion. Mehrere Wellen sollten den Mitmachteil abschliessen und nach lautstarken ‚Doso’ rufen gab er dann auch noch eine Zugabe, die mir sehr gefiel. Richtig viel Rhythmus mit dem nötigen Gefühl gepaart und das als one man show nur auf einem Instrument. Ich war beeindruckt und wirklich begeistert – auch wenn er wegen mir die Mitmach und Mitsing Sequenz ruhig wegelassen könnte. Und nach dem letzten tosenden Applaus, der mich wiederum zum Schmunzeln brachte fiel der Vorhang und ein schöner und Unterhaltsamer Abend ging zu Ende.

Sayonara

Jack san

Neue Bilder gibt es unter 'Architektur'

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Kommentare

Raabenweib 06/10/2009 07:53

wow, das hört sich aber wirklich klasse an. und du hast das konzert toll beschrieben ich musste schmunzeln als du die bemerkung mit dem seltsamen klatschen beschrieben hast. *lach*
war schon lang nicht mehr auf deiner seite. jetzt hab ich nachholbedarf beim lesen :-)
alles liebe, sonja