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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
/////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet
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Tokyo Metro Plan

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5. April 2009 7 05 /04 /April /2009 15:25

Konnichi wa,

 

wir hatten vor einiger Zeit den Nissan Showroom in Ginza besucht und genau gegenüber ein von aussen bereits beeindruckendes Restaurant entdeckt. Die den Eingang flankierenden Messer und Gabel Statuen zogen uns in ihren Bann. Als wir diese bewunderten stürzte sogleich die Chefin des Hauses heraus und bot uns eine Hausführung und eine Speisekarte zum mitnehmen an. Nachdem wir im Freizeitlook waren lehnten wir dies ein wenig schüchtern ab und zogen von dannen. Im Kopf blieb mir dies jedoch sehr wohl.

Susanne meinte ich solle doch mal eben beim Franzosen in Roppongi Hills anrufen und einen Tisch reservieren. Aber so einfach ist das ja nun  nicht. Im Regelfall verstehen die nix und legen einfach wieder auf. Nachdem ich mit meinem Kawasaki Radl eh gerade in Ginza Downtown war viel mir eben gerade unser Erlebnis mit der sehr freundlichen Managerin des Lokals ein und ich besuchte sie wieder. Sofort wurde ich trotz Radlklamotten auf einen Tee eingeladen und nahm in der noblen Einganshalle Platz. Schnell hatten wir für Samstagabend für unseren 16. Hochzeitstag einen Platz am Tresen des ‚Live Cooking Rondells’ ergattert.

Samstagabend, nach meinem super Ausflug mit dem Mopped nach Chiba erschienen wir pünktlich um 18:30 Uhr mit dem Bus in besagtem Restaurant. Wir wurden sofort erkannt und ohne nach dem Namen gefragt zu werden wurden wir in die geheiligten Hallen geleitet. Jeder Kellner reichte uns wieder weiter und so fanden wir unseren Platz in der ersten Reihe am Tresen. Dahinter standen die Köche bereit und zelebrierten Kochkunst in höchster Vollendung direkt vor unseren Augen. Neben mir sass eine für meinen Geschmack Magersüchtige Lady und als sie Platz nahm wurde ihr genauso wie bei Susanne das Handtäschchen abgenommen und mit dem Handtaschenhalter am Tresen aufgehängt – toll! Wenn man noch in Betracht zieht, dass so eine Hermes Tasche tausende von Dollars kostet gebührt sich das auch. Der Koch hatte 7 Jahre in Neuseeland gearbeitet und so stellte die Kommunikation kein Problem dar. Vom Spargel bis zum Kobe Rind und dazwischen noch etlichem Anderem wurden wir verwöhnt und so richtig gepudert. Alles erklärte der junge Mann und machte so richtig Entertainment mit uns. Sensationell!

Wir tranken ein wenig Pritzelwasser und spritzigen Chardonnay zum Hauptgang und nach dem Knoblauch Reis und der Misosuppe wurden wir in den Dessert Bereich des Restaurants geleitet. Dort servierten sie an separaten Tischchen eine Auswahl an japanischen Leckereien und dazu grünen Tee. Susanne fiel sofort auf, dass an den Nachbartischchen der Kaffee in Meissner Porzellan gereicht wurde und unser bestellter Tee in nicht weniger edler japanischer Keramik. Vielleicht ist da ja ein Herstellerstempel am Boden und so goss ich den restlichen Tee in ein Glas und drehte die Tasse um. Dies brachte mir zum Einen, einen Rüffel meiner Frau ein und zum Anderen das Gelächter des Personals. Sofort wurde der Oberkellner informiert und der präsentierte uns nun die gesamte Kollektion des Porzellans des Hauses und baute die an unserem Tischchen auf. Edelstes aus Kyoto mit Kirschblüten Motiv und ebenso Meissner Sake Karaffen ‚Made in Germany’. Toll und kaum fassbar. Als wir nach einem leckeren Dessert und einem Digestiv gingen hatten wir auch noch die Adresse des Lieferanten in der Tasche und die Chefin verabschiedete uns persönlich. Mein Gott was für ein Erlebnis und für den Anlass gerade mal Angemessen.

 

Sayonara

 

Jack san

 

Neue Bilder gibt es unter ‚Aktuell’

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Kommentare

Raabenweib 04/20/2009 09:23

meien güte, ich hab gelacht jetzt, das konnte ich mir bildlich vorstellen, wie ihr da sitzt mit einem berg von schönstem porzellan vor euch, die ganze aufmerskamkeit der leute. *hihi*
wunderbar. ich muss hier öfter vorbei schauen. daß bei eurem neffen den kulturschock ausgeblieben sit finde ich faszinierend, ich wäre wahrscheinlich wie erschlagen erstmal...
habt ihr jetzt auch kirschblüte dort?

liebe grüße aus dem ybbstal, sonja