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  • : Abenteuer Tokyo
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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
/////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet
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Tokyo Metro Plan

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26. Februar 2009 4 26 /02 /Februar /2009 10:31

Konnichi wa,

 

ich hatte uns wieder einen Leihwagen gemietet und gespart. An der Winterausrüstung – dann hätte ich nämlich den supa-dupa Schnäppchenpreis nicht bekommen. Und dann war es soweit. Am Samstag Morgen holte ich mit dem 10er Bus kurz vor der Tokio Station unseren kleinen Nissan und wir machten uns gleich mit gepackten Koffern auf den Weg Richtung Berge. Nikko mit dem Weltkulturerbe und der Lake Chuzenji waren unser Ziel und nach leichten Unstimmigkeiten bezüglich der Navigation zwischen Susanne und mir hatten wir den Expressway erreicht, der uns zügig raus aus dem Moloch und rein in die Idylle führen sollte. Die horrenden Mautgebühren, die diesmal den Sprit um das Doppelte toppen sollten waren echt schwer zu verdauen – nur auf der Landstrasse wären wir heute noch nicht da.  Unser Motorradnavi führte uns diesmal zuverlässig Richtung Ziel und stetig bergauf verliessen wir allmählich die Ebene von Tokio und die vulkanische Landschaft mit ihren typischen Bergkegeln nahm uns in Empfang.


Nikko wird mit dem höher gelegenen See mit der sogenannten ‚Irohazaka Slope’ , einer steilen Passstrasse mit 48 Kehren verbunden. Einbahnstrasse – eine rauf eine runter. Zum Mopped fahren ein Traum. Aber mit abgefahrenen Sommerreifen wurde uns mit jedem Höhenmeter mulmiger. Schnee und Eis nahmen immer mehr zu und oben angekommen war tiefster Winter. Wunderschön – nur beim bergab fahren ratterte das ABS und wir fuhren eher Schlitten als Auto. Trotzdem Hurra! Wir kamen gut im Hotel am malerischen See an und bewunderten gleich die ruhige und idyllische Lage mit Block-Kaffeehaus und hölzernem Bootshaus mit Kaffee direkt am See. Ein Traum und was für ein Gegensatz zum grauen und gläsernen Betonmonster Tokio.
Am Parkplatz begrüssten uns die zwitschernden Vögel ebenso wie das ultrafreundliche Personal. Das Zimmer war eher einfach für diesen Preis und hatte auch noch getrennte Betten. Aber der Ausblick auf einen glitzernden See in der Winterlandschaft der Vulkankegel entschädigte für alles. Wir schliefen unruhig nach einem hervorragendem französischem 6-Gang Menü und genossen das Frühstück mit Vogelbeobachtung inklusive. Spechte, Meisen, Habicht und die Anderen weiss ich nicht. Auf dem Weg zum Auto schaute ich nach oben und entdeckte über uns kreisende Milane. Herrlich und auch noch mit dem Tele auf Zelluloid gebrannt.
Susanne kam dann auf die Idee den Shuttle Service zwischen dem Hotel des gleichen Hotel Betreibers im Tal zu nutzen und so verfrachteten wir erst mal das Auto ins Tal. Richtig froh waren wir, da der Wetterbericht für die nächsten Tage starken Schneefall voraussagte. Im Tal schauten wir uns dann die mehr als beeindruckenden in den Hang eingebetteten Tempel und Shrine von Nikko an. Bis zu 1000 Jahre hatten ihre teils Gold überzogenen, geschnitzten und verzierten heiligen Anlagen bereits hinter sich und erfreuten unser Auge auch heute noch sehr. Witzigerweise wurden diese besonders reichlich ausgeführten Schnitzereien von den von den Japanern nicht sonderlich geschätzten Koreanern ausgeführt. Aber damals war das Verhältnis vielleicht noch besser – obwohl Japan total abgeschirmt war nach Aussen hin.
Strahlender Sonnenschein begleitete uns am nächsten Morgen auf unserem Spaziergang den See entlang und die Ruhe war trotz der Uferstrasse unvergleichlich. Vom Eis überzogene Stege und vulkanische Steingebilde liessen uns staunen. Noch ein Kaffee mit Seeblick und ein kleines Häppchen dazu und weiter ging es zum nächsten Highlight. Den Kegonfalls – ein 100m hoher Wasserfall, den aber nur Susanne anschaute und ich von der Ferne wegen meiner schon fast peinlichen Höhenangst. Das in den Felsen frei tragend installierte Aussichtsplateau war wieder mal zuviel für mich. Die Digicam liess mich den Blick trotzdem geniessen. Der Abend klang nach dem klasse Abendessen mit einem Bierchen am offenen Kamin aus.


Tags drauf besichtigten wir nun bei Nebel und miesen Bedingungen um ins Tal zu fahren die restlichen Tempelanlagen und hatten trotzdem Spass und das Kanaya Hotel im Tal versüsste dies noch mit einem köstlichen Erdbeertörtchen. Einstein, amerikanische Präsidenten, berühmte Schauspieler waren hier und Lindbergh hatte hier geheiratet. Wir wurden dann vom Chef noch auf ein Gläschen Champus eingeladen, das wir am Abend am Kamin süffelten.
Nach dem hervorragenden japanischen Frühstück am letzten Tag brachte uns der Hotelbus ins Tal und wir verliessen die fast unwirkliche Landschaft in unserem Nissan Flitzer. Nach einem netten Zwischenstop im malerischen Töpferort Mashiko sog uns der Moloch wie ein Magnet an und verleibte uns sich ein. Der Verkehrskollaps verdaute uns und spuckte uns 2 Minuten vor Ende der Mietzeit in Tokio Downtown wieder aus. Mit dem Taxi ging es nach Hause und die Wirklichkeit hatte uns wieder.

 

Sayonara

 

Jack san

 

- Neue Bilder gibt es unter ‚Chuzenji’ –

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Kommentare

Helene 02/28/2009 11:29

Das kann ich mir lebhaft vorstellen ;)))
Herzlichst
Helene