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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
/////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet
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Tokyo Metro Plan

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1. Januar 2009 4 01 /01 /Januar /2009 23:27

Konnichi wa,

 

zaghaft fragte ich die Bedienung von unserem belgischen Stammlokal nochmals ob es denn zu Sylvester eine Party gibt. Sie druckste ein wenig herum aber bestätigte letztendlich für 2 Personen um 20:00 Uhr die Reservierung. In etwas holprigem Englisch wurde mir noch erläutert, dass es die typischen Soba Nudeln zu essen gibt.

Raphael, ein Deutscher zu Besuch über Neujahr hatte sich bei mir über meinen BLOG gemeldet und wir machten aus, dass wir uns am 31. zum Sightseeing treffen. Wir besuchten die Tempel von Asakusa und fuhren den Sumida River mit dem Boot hoch. Dies war eine gute Einstimmung und spontan beschlossen wir zu Dritt zu feiern. Susanne kam gerade mit uns zusammen nach Hause und so machten wir uns zu Dritt auf den kurzen Weg zum LaLaPort rüber – unserem riesigen Einkaufszentrum. Die Kneipe ist im Erdgeschoss und riesige Fässer und Heizstrahler flankieren den gläsernen Eingang. Es waren auch schon einige Gäste da und wir wurden überschwänglich begrüsst. Die Tische waren beiseite geräumt worden um mehr Platz zu schaffen. Kaum Platz genommen kam auch schon die super freundliche Bedienung an und stellte uns 3 Bier hin mit dem Kommentar: Auf’s Haus! Dies war eine nette Geste und der Abend fing gut an. Hinter dem Tresen werkelte bereits ein Koch, der gerade noch vom Lieferservice seine frische Uniform geliefert bekam. Er knetete – nein er zelebrierte es – das Mehl und die feinsten Zutaten zu immer grösser werdenden Kügelchen zu formen. Irgendwann war dann das Werk vollbracht und der Teig konnte ausgerollt und zu handgeschnittenen frischen Soba Nudeln verarbeitet werden. Der traditionellen, glückbringenden, zu Reichtum verhelfenden Neujahrs Speise.
Zwischendurch gab es als Vorspeise immer wieder ein Paar Häppchen. Fritierte Garnelen oder auch Heringe – dann saueres Gemüse und gesäuerte Kalbsfricasse Stückchen und alles mit viel Liebe und bedacht zubereitet. Sehr lecker! Wir Gaijins bekame zur Ehre auch noch die ersten Portionen Soba und jeder schlürfer von uns wurde genauestens beobachtet. Sehr anregende Gespräche entwickelten sich und die ersten Ladies hatten auch schon einen im Tee. Mittlerweile standen alle beisammen und der Chef hielt eine mit grossem Hallo bedachte Rede. Eine sehr lockere und ausgelassene Stimmung ohne hämmernden Beat und fast Familiär. Wir tranken belgisches Whitbier und zu den Nudeln gab’s Sake in rauen Mengen. Um 23:00 Uhr teilte der Chef uns mit, dass in 10 min. geschlossen wird und alle zum Tempel zum beten fahren. Wir schlossen uns an und mit dem Taxi ging es durch das ruhige Toyosu.


Am Tempel angekommen wuselte es nur von Menschen in Feierlaune und wir machten noch ein mitgebrachtes Bier auf vor wir uns in die lange Reihe der Wartenden einreihten. Alle standen an um mit 2 Verbeugungen, 2x Hände klatschen, Hände falten, beten, nochmals verbeugen und dann nach links abschwenken das Neue Jahr möglichst genau an Mitternacht zu beginnen. Wir hatten auch unsere Opfergabe von 500 Yen in das Gitter geworfen und fühlten uns wie die Buddhisten. Sagenhaft! Ich glaube die Bitten und Wünsche waren bei uns allen die Selben.

Anschliessend schlenderten wir durch die zahlreichen Essensstände und fanden noch ein Plätzchen in einem kleinen Zelt und genossen noch ein Paar Bierchen und leckere japanische Häppchen. Nicht alles war unser Geschmack – aber dafür zeigten die mittlerweile ganz schon betrunkenen Gastgeber Verständnis. Irgendwie fühlten wir uns das erste Mal so richtig aufgenommen und fast heimisch. Plötzlich wurde dann zum Aufbruch geblasen und wir stürmten auf die raren Taxen los und bald schon erreichten wir unseren Wolkenkratzer und das Jahr hatte super begonnen. Es war gerade mal 3 Stunden alt.

 

Sayonara

 

Jack san

 

Neue Bilder gibt’s unter Aktuell und Sylvester

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Kommentare

Helene 01/03/2009 18:03

Lieber Jack san! Darf ich dir ein Stöckchen weitergeben? ;)) Kannst es dir auf meiner Seite abhoen, wenn du magst ;)
Herzlichst
Helene

Helene 01/02/2009 06:45

Hallo Jack san ! Jetzt sind wir also drin im Jahr 2009! Danke für die Mengen wunderschöner Fotos und diese neue Geschichte ;)
Herzlichst
Helene

Jack 01/06/2009 23:53


Hallo Helene, gerne immer wieder! Leider hatten wir keine einzige Glocke gehört?! In diesem Tempel war es wohl so laut, dass wir sie nicht hören konnten...... LG Jack