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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
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21. Oktober 2008 2 21 /10 /Oktober /2008 04:07

Konnichi wa,

 

Susannes halbjährliche Zahnreinigung stand wieder an und so schaute ich mich in der Gegend um ob ich nicht so etwas wie eine Zahnarztpraxis finde. Bei meinen Einkaufstouren mit dem Kawasaki Radl war mir bereits ein Laden aufgefallen mit einem riesigen Zahn in der Auslage. Also nix wie rein in den Laden und die freundliche Dame am Empfang gefragt ob sie Zahnreinigungen anbieten und was das kostet. Leider verstand sie kein Wort und ich auch nicht und so unterbrach sie kurzerhand den Zahnarzt während er eine Patientin betreute. Diese blieb mit offenem Mund im Behandlungsstuhl liegen und der Chef persönlich nahm sich für mich Zeit. Mr. Kenzo Nishiyama sprach recht ordentliches Englisch und so war es kein Problem alle Informationen zu bekommen. Susannes allerbeste Sekretärin Chie machte einen Termin aus, da Susanne ebenso wie ich am Empfangspersonal scheiterte.

Eine Woche später fand der Termin statt und Susanne war sehr zufrieden mit der Behandlung. Mr. Nishiyama nahm sich auch noch für die neue Patientin Zeit und erklärte ihr, dass er der Präsident der Zahnarztpraxis sei und auch an einer Klinik in Ginza Implantate einsetzt. Im Verlauf des Gespräches kam auch noch seine Frau dazu und stellte sich vor und sie erzählten, dass sie ein Jahr in Deutschland zu Studienzwecken gelebt hatten. Frau  Nishiyama ist Opernsängerin und so bekamen wir kurzerhand 2 Freikarten für Sonntag Abend in Yokohama in der Minato Mirai Hall. Das war eine echte Überraschung! Wirklich sehr nett!


Am Samstag Abend besuchten wir endlich das klasse Restaurant direkt unter der Nihombashi Bridge in das wir schon länger gehen wollten. Aber es war immer ausgebucht, da das Ambiente unter der Brücke direkt am Sumida River bei Live Jazz ein echter Publikumsmagnet ist. Leider verläuft die Stadtautobahn direkt über dem Fluss – was aber nur uns Gaijins stört.

Wir wurden von einer jungen Kellnerin freundlich in Empfang genommen und zu einem Tisch in erster Reihe am Fluss und direkt bei der Musik gebracht. Dank Chie hatte die Reservierung auch geklappt. Da die nächtlichen Temperaturen mittlerweile auf ca. 18°C fallen waren Heizstrahler aufgestellt und riesige Gasfackeln tauchten diesen wunderbaren Ort in ein heimiliges, romantisches Licht. Wir gönnten uns erst Mal ein Gläschen Schaumwein und schauten in die Karte. Wie zu erwarten endeten wir wieder einmal lost in translation. Die super Kellnerin fragte uns auf Englisch ob wir hungrig sind und ob wir irgendetwas nicht essen können und bot uns an ein Menü zusammen zu stellen. Dies nahmen wir dankend an und freuten uns auf jeden leckeren Gang der da überraschender Weise kam. Grüne Blätter in Salz, Sashimi auf Eis, gebratene Minifischlein auf Algen, etwas Sushi zwischendurch, hauchdünne Rindfleischscheiben nur für Sekunden gebraten, ein Süpplein mit Nudeln und und und ……und dazu einen Australischen Riesling. Alles perfekt zubereitet und geschmacklich sensationell. Zum Schluss noch ein Gläschen oder besser gesagt ein Mini Porzellan Schüsselchen Reiswein und dazu eine Wolldecke, dass wir auch nicht erfrieren mussten bei diesen arktischen Temperaturen. Was für ein gelungener Abend und etwas Abwechslung für meine gestresste Frau. Ein Abend zum Niederknien.

Susanne durfte nach dem Klasse sonntäglichem Konzert am Montag wieder buckeln gehen und ich hatte die Chance das herrliche Herbstwetter bei 24°C und nur 45% Luftfeuchtigkeit zu geniessen. Also gleich in der Früh ab in die Lederkombi und rauf auf den Tohoku Expressway, der sich in ca. 30m Höhe wie eine Schlange durch die Stadt windet. Keine Ampeln und Kreuzungen und nach nur 700 Yen Mautgebühr war ich schnell aus der Stadt draussen. Die17er Landstrasse kostete da schon mehr Zeit und Geduld und für die Paar Kilometer brauchte ich dann länger als für die 50 km vorher. Diese ewigen Ampelschaltungen an denen ich mittlerweile den Motor ausschalte kosten tierisch Zeit und nerven total. Nach ca. 70 km erreichte ich den Honda Airport an dem Honda seinen Minijet entwickelt hat gerade als ein Zeppelin der für die Mobilfunkfirma Docomo fliegt landete. Toll – so etwas hatte ich noch nie gesehen und es rückte dann auch gleich ein Tanklastzug an, der das Fluggerät bei laufenden Motoren betankte. Dies entschädigte mich ebenso wie die nebenan veranstalteten privaten Autorennen dafür, dass ich wieder nicht auf die Supermoto Strecke konnte. Überraschung – wieder gesperrt. Aber es liegt ja an mir, dass ich nicht herausfinden kann wann man denn nun eigentlich fahren darf. Verstehen kann ich aber nicht wofür der ganze Aufwand wenn niemand die Strecke nutzt!?

 

Sayonara

 

Jack san

 

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