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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
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Tokyo Metro Plan

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24. September 2008 3 24 /09 /September /2008 05:32

Konnichi wa,

 

Mur san ist ein bereits etwas älterer japanischer Biker und doch sehr konservativ in all seinen Ansichten. Nachdem unsere Ausfahrt zum Takaragawa-Onsen ausgemacht war schrieb er in unserem Forum: Ist das dieser Onsen in dem das letzte Mal diese Gruppe kreischender, nackter Blondinen  den ganzen Badegenuss gestört haben? Soviel zur Sichtweise und zum Betrachtungswinkel des Lebens…….

Am Morgen ist es jetzt schon etwas frischer und der Verkehr war für einen Feiertag um 8:00 Uhr doch recht wenig. Nach nur 30 min. erreichte ich bereits die Autobahn und war froh die Lederkombi gewählt zu haben. Mein GPS hatte ich diesmal richtig konfiguriert und somit war auch die Navigation kein Problem - in dieser Ecke der Stadt war ich vorher nämlich noch nie. Das Stadtviertel ist ähnlich wie die bereits erkundeten – nur etwas mehr und grössere Läden und Autohäuser. Dazwischen einige kleine Restaurants und Stehimbisse um die Schar der Richtung Kanetsu-Highway strebenden zu versorgen. Leider kam Niemand zum vereinbarten Treffpunkt und so hielt ich kurz an um die Mails zu checken – und tatsächlich wollten sich alle später am Highway in einer Service Area treffen. Also die Suzuki wieder angeschmissen (mit E-Starter !!! ) und rauf auf den Highway. Nach ein Paar Metern muss man ein Ticket für die Maut ziehen und dann kann es mit 80 km/h so richtig los gehen. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen sind 40- 50 km/h innerstädtisch, 60 km/h auf der Landstrasse und wie gesagt unfassbare 80 km/h auf der Autobahn. Nach 100 km erreichte ich die Service Area mit sehr sauberen Toiletten, vielen Getränkeautomaten und einem Restaurant, das wir auch gleich besuchten, als alle eingetrudelt waren.


Leckere Miso-Suppe mit Nudeln und gebratenem Schweinefleisch stärkten mich ausreichend für die nächsten 80 km durch traumhafte Bergregionen und herrliche Passstrassen. Für unsere Verhältnisse sind die Bergstrassen recht schmal und oft auch ohne Mittellinie und ausserdem muss man höllisch aufpasssen nicht einen herab gefallenen Stein zu erwischen. Die Strässchen sind in den Berg gemeisselt und oftmals ist am Kurvenausgang eine Pfütze vom Wasser, das irgendwo aus dem Felsen quillt. Alles sehr idyllisch und romantisch mit dem kleinen Fluss weit unter uns und den Brücken und Tälern die uns umgaben. Die Temperaturen in den Bergen auf 1500m waren gerade so angenehm und froher Erwartung näherten wir uns der heissen Quelle. Tief im Tal gelegen, vom reissenden Gebirgsbach durchströmt liegt der Onsen in sattes Grün der Bergwälder eingebettet.  Sofort war natürlich ein Parkwächter da und half uns unsere Motorräder vorschriftsmässig zu parken. Bereits 20 min. später betraten wir die steilen Stufen hinab ins Tal. 1500 Yen Eintritt incl. Tombola und der sehenswerten Sammlung an Werkzeugen und Heiligtümern fand ich angemessen. Also ab in die Umkleide, sich mit einem kleinen Handtuch die Blösse bedecken und ein Paar mal mit nach Schwefel riechendem, heissen Wasser aus einem natürlichen Quellbecken sich übergiessen. Und ab ins Vergnügen! Mehrere Becken von einem Heiligen Buddah bewacht erstrecken sich übers Gelände und die heissen Quellen nähren unentwegt die nasse Pracht. Es gab eine Rinne aus der aus grosser Höhe das Wasser sprudelte und auch Felsen aus denen es hervor quoll. Die Damen hüllten sich alle sehr keusch in ein Handtuch ein, das sie auch im Wasser nicht ablegten. Die Herren hingegen zeigten keinerlei Hemmungen und sassen dann oft auch ganz nackt im Wasser und nutzen das Tüchlein um den glühenden Kopf zu kühlen. Alles sehr ordentlich und diszipliniert und Gott sei Dank waren diesmal auch keine kreischenden, jungen Mädels da…….

Wir probierten alle 3 Becken aus, die sich auf Beiden Seiten in den Fels schmiegen und durch eine Hängebrücke über den Bach verbunden sind. Eine meiner Besten Erfahrungen zum Plantschen!

Nach ca. 1,5 Std. war es genug und die Birne rot und leider ohne Dusche wieder rein ins Leder – was für eine Qual! Wieder auf dem Expressway angekommen wurde mir während der Fahrt richtig schwummerig und ich war froh die nächste Service Area zu erreichen. Ich war total dehydriert und offenbar hatte ich Salzmangel. 2 Ltr. Wasser und Chips richteten mich wieder auf und ich machte mich dann alleine auf den Heimweg durch den höllischen Rückreiseverkehr und die verrückten Rollerfahrer versetzten mir nicht nur einen Schreck. Nebenbei erwähnt hat dieser Trip sage und schreibe 6000 Yen Mautgebühren gekostet – also fast das Doppelte wie der Sprit!!

Tschhhhhhhhhhh hat dann das leckere Asahi Weissbier gemacht wie es Daheim angekommen meine Kehle hinab rann.

 

Sayonara

 

Jack san

 

Neue Bilder gibt es unter Aktuell

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