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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
/////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet
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Tokyo Metro Plan

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7. September 2008 7 07 /09 /September /2008 05:48

Konnichi wa,

 

Tokyo, Toyosu ca. 8.00 Uhr und Susanne und ich gehen, nach einem schnellen Tässchen Tee mit forschem Schritt in Richtung Bäcker. Es ist mittlerweile ein für uns typischer Samstag Morgen. Die Temperatur ist seit Wochen Tags wie Nachts um die 30°C – mal mehr mal ein bischen weniger – und die Luftfeuchtigkeit schwankt zwischen 65% und 85%. Der Wetterbericht ist immer gleich: Scattered Thunderstorms bei einer Regenwahrscheinlichkeit von 30 – 90 %. Also haben wir hin und wieder mal ein Gewitter und die Spannung in der Luft lässt nie nach. Es ist immer so drückend schwül wie bei uns direkt vor einem Gewitter – nur die Abkühlung und Entspannung fehlt. Toll ist es dieses Wetterleuchten zu beobachten. Es blitzt in einem fort ohne Donner und ohne Niederschlag. Das sieht gerade am Morgen oder in der Dämmerung echt irre aus. Wir begegnen 2 Jungs die direkt an der Strandpromenade Tennis spielen, ein Mann joggt an uns vorbei und schwitzt fürchterlich, ein Anderer macht Stretching – wir walken. Als wir an der Einfahrt zur Garage des Einkaufszentrums vorbei kommen sperrt ein freundlicher älterer Herr in Uniform gleich die Zufahrt und stellt sich wie ein Schutzmann mit weit gestreckten Armen, die noch von einem blinkenden Stab verlängert werden den nicht vorhandenen Autos in den Weg. Natürlich nicht ohne uns vorher höflich zu grüssen. Ein Angler steht an der Pier unseres kleinen Hafens und hofft auf einen frühen Fang. An der Hundewiese ist bereits reichlich Andrang und die Tussies in High Heels und Louis Vuitton Täschchen schieben ihre Hundewägelchen mit Mc-Laren Emblem mit oft 2 Hündchen drin spazieren. Tja japanische Chow-Chow Hündchen können offenbar nicht laufen……Die fleissigen Männer der Hausanlage rechen den Kies am Spielplatz liebevoll und kunstvoll in Kreisen von innen nach aussen – wie wenn man einen Stein ins Wasser wirft. Alles muss seine Ordnung haben, bevor die Kids wie bei uns achtlos drüber rennen. Am Kinderpool des Spielplatzes wird die kühlende Sprinklerkanone gerade in Betrieb genommen um den Kleinen Milderung zu verschaffen wenn sie in gnadenloser Hitze im Pool sitzen. Beim Bäcker sitzen vor der Türe einige Paare an Bistrotischchen, die tatsächlich im Freien die frischen Köstlichkeiten und eine Tasse Tee geniessen. Drinnen ist es natürlich eiskalt und wir frieren sofort, da wir etwas transpirieren. Unsere Auswahl wird an der Kasse alles einzeln in eine separate Tüte verpackt und mit Tesa verschlossen bevor es in einer grösseren Tüte verschwindet. Dies soll den Wert der einzelnen Ware hervorheben und auch die Wertschätzung gegenüber dem Kunden ausdrücken. Das Wechselgeld wird uns wie überall mit beiden Händen überreicht und die Geldscheine werden vorgezählt um sicher zu stellen, dass nicht beschissen wird. Und das obwohl die Kasse eh automatisch ausrechnet wie viel Wechselgeld sie gleich ausspuckt. Der Verkehr um diese Tageszeit ist noch recht moderat und so machen wir uns die Strasse runter die Skyline entlang auf den Heimweg.

Entsprechend den Temperaturen kommen wir nass geschwitzt vom Bäcker Heim und gönnen und erst mal ein ausgiebiges Frühstück mit den Leckereien vom Bäcker (Nussschnecken, Hörnchen, Vollkornrundlinge) und dazu Rühreier mit Schwammerl oder gebratenen Tomaten. Dazu gibt es immer diese köstlichen, kleinen Salatgurken, deren Geschmack wir gar nicht mehr kannten. Hollanderzeugnisse hatten unseren Geschmack offenbar bereits völlig zum erliegen gebracht. Welch ein Genuss hier in eine vollreife Tomate zu beissen!

In unserem englischsprachigem Magazin für Ausländer gibt es wöchentlich einen Veranstaltungskalender und daraus suchen wir uns meist etwas aus- und nach dem duschen geht’s los in die Schluchten der Grossstadt. Wir waren gerade auf dem japanisch-brasilianischen Karneval und haben gelernt, dass es hier eine sehr grosse brasilianische Gemeinde gibt. Nach den Koreanern die 2. grösste  Ausländergemeinschaft. Super spassig und toll mit welcher Liebe die Wägen der Prozession gebaut waren. Viele auch mit weltpolitischem Hintergrund. Leider wurde die Veranstaltung jäh von einem massiven tropischem Regenguss beendet.

Zur Erfrischung gibt es zwischendurch einen Kaffee bei Starbucks oder wenn man viel Glück hat auch bei einem japanischen Kaffee. Die sind aber sehr selten. Wir hatten schon Glück und konnten feinen lauwarmen gedeckten Apfelkuchen mit einer leckeren Tasse Milchkaffe geniessen.

Zu Hause angekommen muss man erst mal wieder unter die Dusche und meist probieren wir dann noch ein Restaurant am Abend aus. Wie z.B.unter Abendessen beschrieben………

Und so endet ein typischer Samstag meist noch im belgischen Pub bei einer Flasche Weissbier 0,75 Ltr. für nur 28,-- US$. Na dann Prosit!

 

Sayonara

 

Jack san

 

Neue Bilder gibt es unter Aktuell


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