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  • : Abenteuer Tokyo
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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
/////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet
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Tokyo Metro Plan

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29. August 2008 5 29 /08 /August /2008 04:44

Konnichi wa,

 

als erstes befand sich ein DIN A4 Zettel in unserem Postfach, das sich in einem separaten, riesigen  Raum im Erdgeschoss befindet, auf dem irgendetwas in japanischen Lettern stand. Wie sonst auch gab ich diesen Susanne mit, dass die liebe Chie das übersetzen kann. Da stand drauf: Rauchen verboten! Da wir dies in unserem Mietvertrag auch unterschrieben hatten ging Susanne immer auf den Balkon um eine zu paffen. Am nächsten Morgen lag ich um 6:30 Uhr noch im Bett und Susanne brachte einen Zettel rein, den irgendwer in den Schirmständer gesteckt hatte mit folgender Aufschrift: No smoking! Diesmal zweisprachig und mit gleichem Inhalt wie der Erste. Nachdem Susanne meistens so um 19:30 Uhr heimkommt – nach einem anstrengenden 12 Std. Tag – ging sie wie jeden Tag mit einem Gläschen kühlen Wein in der Hand auf den Balkon eine rauchen.  Bereits verunsichert fragten wir uns wer denn was dagegen haben könnte am Balkon eine Feierabendzigarette zu rauchen? Ausserdem wer petzt da – die Nachbarn? Oder werden wir gar per Kamera überwacht? Wir scannten in der Dunkelheit die Umgebung und mutmassten, dass auf den Laternen evtl. Rundumkameras sind. Und tatsächlich erhielten wir auf gleichem Wege am nächsten Morgen einen wiederum zweisprachigen Zettel in dem wir aufgefordert wurden: Don’t smoke in the balcony!  Um uns dies nochmals bestätigen zu lassen gingen wir am Abend noch zur Rezeption und fragten nach der Hausordnung. Diese gab es natürlich nicht in Englisch und so erklärte uns die junge Dame, dass rauchen auf dem Balkon eben verboten ist.

Ich machte mich also auf den Weg und suchte den Übeltäter, der uns verrät. Tatsächlich befinden sich vor dem Haus 2 Notrufsäulen mit rotem Rundumlicht und Kamera ausgestattet.

Uns wird also nicht nur vorgeschrieben welche Fahrzeugart auf dem angemieteten Parkplatz zu stehen hat, sondern auch was wir auf unserem Balkon zu tun oder zu lassen haben. Dass wir dafür ein Vermögen jeden Monats ersten an Miete überweisen, scheint niemanden zu interessieren.

Am meisten stört mich eigentlich die Tatsache, dass wir überwacht werden – ich dachte wir leben hier in einem freien Land mit demokratischen Strukturen und Grundfesten! Freiheit wird hier eben anders definiert. Die Sorge um die Gemeinschaft geht weit über die persönliche Freiheit hinaus. Bisher ist mir noch nicht klar geworden warum und in wieweit die Feierabendzigarette den Freiraum der Anderen einschränkt aber wie hiess Spruch am Flughafen, der erst vor kurzem durch ‚Herzlich Willkommen in Japan’ ersetzt wurde: Halte Dich an die Regeln!


Google „Views“ schlägt hier richtige Wellen. Die Japaner fühlen sich von den Amis (daher kommt Google) in Ihrem persönlichen Freiraum, den jeder Japaner braucht beeinträchtigt. In einem sehr populären BLOG hier wird auf die Besonderheit des japanischen Verständnisses von Privatsphäre hingewiesen und Bilder von der Strasse in der man wohnt dürfen auf keinen Fall weltweit für alle im Internet zugänglich sein! Der Japaner fühlt sich als wenn ein Ami in seinem Vorgarten steht und durch das Fenster schaut! Das Resümee des Autors lautet: Leave us allone!!!!

Da sollte doch der Autor mal unsere Hausordnung lesen und mir etwas über die Persönlichkeitsrechte von den Japanern und uns Ausländern erzählen!!!

 

Sayonara

 

Jack san

 

Neue Bilder gibt es unter Aktuell


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