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  • : Abenteuer Tokyo
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  • : Unser Abenteuer mehrere Jahre nach Japan zu gehen und alles hinter uns zu lassen.
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  • Jack: Koch, Kfz-Meister, Deutschlehrer,  Zweirad-Verrückt, Gourmet
/////Susanne: Financial Controller, Erbsenzähler, Leseratte, Diamonds are her best friend, Gourmet
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Tokyo Metro Plan

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26. Juni 2008 4 26 /06 /Juni /2008 15:39

Konnichi wa,

 

im Leben hätte ich mich nicht vor einem Restaurant angestellt um einen Tisch zu bekommen – aber die Zeiten ändern sich – und so sass ich nun in Reih und Glied und harrte der Dinge. Unweit unserer Wohnung (gerade noch in Gehentfernung) befindet sich eine recht hübsche Strasse mit jeder Menge Restaurants. Seit langem wollten wir dort hin und diese ganz anders aussehenden, kulinarischen Tempel ausprobieren. Nach relativ kurzer Wartezeit im Stehen durften wir bereits auf den Stuhlreihen vor dem Restaurant Platz nehmen und so rutschten wir immer weiter Richtung Eingang vor.


Kurz darauf wurde uns bereits ein „Tisch“ zugewiesen. Dieser besteht allerdings aus einer gasbefeuerten Herdplatte (sehr schlecht für die Temperatur des Bieres). Für unsere nassen Schirme bekamen wir selbstverständlich eine extra dafür angefertigte Tasche (um die Tropfen aufzufangen) und die Dame konnte in die in den  Stuhl integrierte Box Ihre notwendigen Utensilien verstauen. Da sassen wir nun und schauten den freundlichen Kellner hilflos und fragend an. Keine Ahnung was auf der Karte steht und wie man hier was zu essen bekommen soll. Die junge Lady am Nachbartisch bemerkte unsere Hilfe suchenden Blicke und  bot sich in fliessendem Englisch an uns zu unterstützen. Die sehr gebildete Koreanerin konnte auch noch Deutsch und natürlich perfekt Japanisch. Glück gehabt! Und toll wie freundlich und hilfsbereit die Leute hier immer wieder sind. Nebenbei erwähnt sind sie in solchen Dingen auch nicht schüchtern.

So bestellten wir dann einfach das Gleiche wie die Ladys neben uns, inklusive Koch und 2 Bier dazu. Recht zügig wurde uns das Schüsselchen gebracht und der Koch legte auch gleich los. Der Inhalt wurde auf die heisse Platte gekippt und in der Mitte die Flüssigkeit verteilt. Wir haben bis heute wirklich null Ahnung was da der Inhalt war. Kraut, Nudeln, Shrimps und dann waren wir am Ende mit unserem Latein – später noch flüssiges Ei und ????????


Susanne übernahm dann den Part der Köchin von Ihrem Profi Kollegen und so genossen wir dieses hervorragende ETWAS. Meine mich liebende Gattin erkannte sofort, dass ich zwar zufrieden aber noch nicht satt war und so bestellten wir noch eine Art Speckpfannkuchen. Dieser wurde wieder vom Koch an unserem Tisch zubereitet und anschliessend von Susanne verfeinert. Der in Stücke geschnittene Pfannkuchen wurde dann in Mayonnaise getunkt und in gehobelte, getrocknete Fischspäne getaucht…….Nachdem wir die Herausforderung das Ganze mit Stäbchen zu essen gemeistert hatten waren wir auch wirklich satt und um einige Erfahrungen reicher. Sehr angenehm ist, dass über jedem Tisch extra eine Abzugshaube installiert ist um hinterher nicht selbst wie ein Fisch zu stinken. Für extra Amüsement sorgte natürlich die charmante Koreanerin die sich abwechselnd in Deutsch und Englisch mit mir unterhielt. Normalerweise bezahlt man in japanischen Restaurant am Ausgang beim Kassierer und so waren wir hier sehr verwundert wie der Kellner zum Zahlen an den Tisch kam. Für Tokioter Verhältnisse hat mich ausnahmsweise beim Rechnungsbetrag nicht der Schlag getroffen und nachdem wir unseren Schirm und den Rest wieder ausgepackt hatten, traten wir unseren Heimweg als Verdauungsspaziergang an. Und zu Hause angekommen gab es dann noch einen kleinen Schluck Reiswein……

 

Sayonara

 

Jack san

 

P.S. Neue Bilder gibt es unter Abendessen

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Kommentare

Blossom 06/30/2008 08:20

Ich bitte darum. :)

Blossom 06/29/2008 18:41

Ich würde ja liebend gern mal hinfahren wollen, aber auf Dauer wäre es vermutlich nicht so meins. :)

Jack 06/30/2008 07:56


Auf Dauer? Da bin ich mir noch nicht sicher - aber ich werde berichten......


Blossom 06/29/2008 08:25

Unglaublich... und das sieht auch noch so köstlich aus.
Normalerweise würde ich sagen "Mensch, da habt ihr aber Glück gehabt, dass euch so schnell jemand helfen konnte.", aber es scheint ja Gang und Gebe zu sein in Japan.
Eine Freundin hat mir ähnlich davon berichtet. Da führte eine Frage nach dem Weg zu einer gemeinsamen Taxifahrt mit dem Befragten.

Jack 06/29/2008 15:35


Servus, ja bisher sind wir nie alleine gelassen worden - immer war Hilfe da. Echt toll! Da ist Japan echt super!